Ist ein Hublift möglich?

Das Wiener Lastenheft fordert für neue Niederflurstraßenbahnen: "Die Möglichkeit des Einbaues einer Einstiegshilfe (Rollstuhllift) ... ist zu prüfen ..."

Ortschild mit Aufdruck Wien
BilderBox.com

In diesem Heft werden alle Anforderungen an die Produzenten zusammengefaßt. Leider wurde nur die Formulierung „zu prüfen“ verwendet. Man hätte aber eine Rollstuhllift verpflichtend fordern müssen – und ihn später natürlich auch einbauen.

Es bleibt die Frage, warum die Wiener Verkehrsbetriebe zwar die Notwendigkeit eines Hubliftes erkennen, diesen aber nicht auch verpflichtend in den neuen Straßenbahnen haben wollen.

Wird hier wieder bewußt die Gruppe der behinderten Menschen ausgesperrt?

Die möglichen Produzenten der Niederflurstraßenbahn sind für den Einbau eines Hubliftes bereit. Jetzt müßte man sich im Wiener Rathaus und bei den Wiener Verkehrsbetrieben zum Ankauf von Hubliften entschließen. Bei den Herstellern wurde auf meine Anfrage, „Ob sie Hublifte einbauen könnten?“ geantwortet:

ABB: „… daß die ABB Vario Bahn … dafür geeignet ist, Hublifte technisch vorzusehen und einzubauen.“

AEG: „… daß die Bietgemeinschaft AEG Jenbacher … den in den Niederflurstraßenbahnen Bremen und München eingesetzten Rollstuhllift auch den Wiener Verkehrsbetrieben … angeboten haben.“

Bombardier: „… ist beim Einstieg hinter dem Fahrer ein Hublift vorgesehen.“

SGP: „… daß beim Konzept der SGP Verkehrstechnik der Einbau eines Hubliftes selbstverständlich möglich ist.“

Also, was hindert uns noch?

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich