Jarmer: Hundstorfer soll öffentlich begründen, was Buchinger zum Bestqualifizierten macht

Grüne: Bundesbehindertengesetz gebietet Menschen mit Behinderung Vorzug zu geben

Helene Jarmer
GRÜNE

„Sozialminister Hundstorfer soll öffentlich begründen, warum sein Vorgänger Ex-Sozialminister Buchinger der höchstqualifizierte Bewerber für den Behindertenanwalt ist. Das scheint vor allem deshalb geboten, da sich unter den letzten vier Bewerbern drei Menschen mit Behinderung befanden“, fordert Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen, anlässlich der Bestellung von Buchinger zum Behindertenanwalt.

Diese öffentliche Begründung sei deshalb geboten, weil es nämlich im Bundesbehindertengesetz § 13d heißt: „(2) Zum Behindertenanwalt kann nur bestellt werden, wer eigenberechtigt ist und auf den Gebieten der Belange von Menschen mit Behinderungen und der Gleichbehandlung über besondere Erfahrungen und Kenntnisse verfügt. Bei gleicher sonstiger Eignung ist einem Menschen mit Behinderung bei der Bestellung der Vorzug zu geben.“

Neben Buchinger waren noch in der engeren Wahl Franz-Joseph Huainigg, (Behindertensprecher der ÖVP), Gerhard Höllerer (Präsident des Österreichischen Blindenverbandes) und Reinhard Rodlauer (ÖBB-Konzernkoordinator für Barrierefreiheit).

„All diese drei Bewerber haben eine Behinderung und sind durch ihre langjährigen Tätigkeiten hoch qualifiziert für den Job eines Behindertenanwaltes,“ so Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen.

Jarmer wünscht sich im Interesse aller Menschen mit Behinderung, dass Buchinger sich engagiert für Chancengleichheit einsetzen wird und eine fruchtbare Zusammenarbeit.

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0 Kommentare

  • Frau Jarmer, Sie sollten sich die Dreistigkeit wirklich besser sparen, die Qualifikation eines anderen öffentlich in Frage zu stellen. Mit welcher Qualifikation sind Sie denn bei den Grünen im NR gelandet? Sie kennen weder das Parteiprogramm der Grünen noch teilen Sie deren Philosophie in Sachen Behinderung, Migration, Bildung, Umwelt ….
    Sie verwechseln Behinderung mit Qualifikation. Die Grünen hätten genau diese Fragestellung vor Ihrer Aufstellung öffentlich diskutieren sollen, dann würde man ihnen das Blaue Wunder ersparen, dass sie mit Ihnen noch erleben werden. Ohne Zweifel wäre Huainigg der bessere Kandidat gewesen, doch durch seine Rückkehr in den NR, lebt die Hoffnung, dass zumindest einer im NR Sie Ihrer Inkompetenz entlarvt und dies aufzeigen wird.

  • Also Frau Jarmer, wenn Sie glauben besser als Herr Buchinger qualifiziert zu sein, warum haben Sie sich dann nicht beworben? Dass Huainigg besser qualifiziert gewesen wäre, ist außer Zweifel. Huainigg wird ab den nächsten Wochen ihr absoluter Konkurrent werden, er kommt statt Molterer wieder ins Parlament, will also lieber Abgeordneter als Behindertenanwalt werden. Über die zwei anderen Bewerbe muss gesagt sein. Warum Rodlauer genannt wurde, ist mir sowieso ein Rätsel, der ist weder Akademiker noch Jurist, außerdem agiert gegen Menschen mit Behinderungen,das hat er bei den ÖBB ausreichend bewiesen.

    Höllerer ist besser dran, wenn er die finanziellen Ungereimtheiten des Blindenverbandes endlich aufklärt. Da ist halt nur mehr Buchinger übrig geblieben. Als ehemaliger Sozialminister ist er zwar auch nicht „immer“ gut angekommen, aber er muss jetzt mit dem miesen Gleichstellungsgesetz arbeiten, das er immer verteidigt hat, das bin ich ihm persönlich, ohne zynisch zu sein, vergönnt. Außerdem ist es grundlegend falsch zu behaupten, dass die Behinderung im Vordergrund stehen muss für einen Job dieser Art. Als erstes muss es immer das Wissen sein.

    Also bei gleicher „Qualifikation“ wäre es erlaubt zu kritisieren, dass Buchinger bestellt wird, aber wie schon beschrieben, Huainigg rollt wieder ins Parlament und die anderen beiden Bewerber bringen es nicht bzw. haben noch ihre eigenen Baustellen zu klären. Behindert zu sein, ist keine Voraussetzung um alles werden zu können, was Frau/Mann so sein möchte bzw. sein will. Behindert zu sein ist also kein Programm. Sie hätten sich bewerben können, haben es aber nicht getan.

    Jetzt als Kritikerin anzutanzen, ist nicht nur lächerlich sondern zeigt, dass Sie Behinderung egal, um was es geht, zum Programm machen, das ist ganz sicher nicht das was Menschen mit Behinderungen wollen. Ihre Argumentation Frau Jarmer ist auch deshalb falsch, weil der Job auch mit einer Bestellung möglich gewesen wäre. Das ist im Gesetzt.

  • Das ist ja wieder typisch! Es kommen Leute zu Posten die keine Ahnung haben.