Jarmer: Jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes dringend notwendig

Grüne: Pflegegeld ist für ein selbstbestimmtes Leben eine wichtige Voraussetzung

Helene Jarmer
GRÜNE

Die Grünen treten seit langem für eine jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes ein und haben diese Forderung auch in ihrem Wahlprogramm verankert.

„Das Pflegegeld ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen können“, sagt die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer und ergänzt: „Der Wertverlust des Pflegegeldes von 29 Prozent seit der Einführung diskriminiert alle, die auf dieses angewiesen sind.“

Die jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes stellt die Finanzierbarkeit von Pflege- und Betreuungsleistungen sicher und erhöht die soziale Sicherheit für pflegende Angehörige. „Ebenso wichtig ist es, ein Konzept für eine langfristige und solidarische Finanzierung der Pflege auszuarbeiten“, so Jarmer.

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0 Kommentare

  • Sehr gut Frau Helene Jarmer, dass in diesem Zusammenhang vom Menschenrechtsdelikt Diskriminierung gesprochen wird, denn es ist eine existenzvernichtende und sehr demütigende Benachteiligung ohne jegliches Eigenverschulden, was sich kaum jemand vorstellen kann, der nicht davon betroffen ist.

    Zur Valorisierungsforderung könnte man zwar pragmatisch sagen „Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach“, aber das Pflegegeld nach dem grob fahrlässigen Kahlschlag der letzten 20 Jahre ab jetzt einfach wertzusichern, würde die Finanzierbarkeit von Pflege- und Betreuungsleistungen sicher NICHT herstellen. Sogar eine Nachvalorisierung (Wertanpassung an 1993) wäre dafür viel zu gering, was 1993 schon allen Verantwortlichen klar war.

    Nach menschenrechtlichen Grundsätzen auf Basis eingegangener internationaler Verpflichtungen muss der behinderungs- und pflegebedingte Hilfebedarf in jedem Fall LEISTBAR sein (nicht erst seit der UN-BRK), also trotz (in diesem Zusammenhang stark hinterfragungswürdigen) Subsidiaritätsprinzip (Einsatz von Eigenressoucen bis zur Armut) annähernd BEDARFSDECKEND, jedenfalls bei hohem Hilfebedarf. Bei sozialer Bedürftigkeit müssten die Unterstützungen immer schon den Pflege- und Betreuungsaufwand voll abdecken, was aber im ambulanten Bereich der Langzeitpflege im Ausmaß von jährlich Milliardenbeträgen seitens der Länder UNTERSCHLAGEN wird!