Jarmer: Persönliche Assistenz Voraussetzung für selbstbestimmtes Leben

Noch immer leben zu viele Menschen mit Behinderung in Heimen

Helene Jarmer
GRÜNE

Zumindest 15.000 behinderte Frauen, Männer und Kinder leben in institutionalisierten Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe bzw. in Alten- und Pflegeheimen. Das sagt eine heute präsentierte Studie der „Selbstbestimmt-Leben-Bewegung“ (SLIÖ). Die Studie befasst sich mit dem Thema der persönlichen Assistenz, und sieht darin einen Ausweg aus der institutionellen Segregation von Menschen mit Behinderungen.

„Die Grünen unterstützen diese Stoßrichtung“, bekräftigt Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen. „In Österreich leben nur 1.000 Menschen mit Behinderung mit persönlicher Assistenz, in Schweden, waren es im Jahr 2007 etwa 18.400 Personen. Schweden zeigt ganz klar, dass dies machbar ist“, erklärt Jarmer.

Jarmer verweist auf einen Entschließungsantrag der Grünen, der von allen fünf Fraktionen angenommen wurde und der die bundeseinheitliche Regelung der Persönlichen Assistenz fordert.

„Wir haben den ersten Schritt gemacht und alle Parteien haben zugestimmt. Wir Grüne gehen aber noch weiter und fordern einen Rechtsanspruch auf Persönliche Assistenz, wie es ihn in Schweden bereits seit 1994 gibt“, fordert Jarmer.

Auch Minister Hundstorfer forderte heute in einer Aussendung den „Durchbruch im Bereich der persönlichen Assistenz“. Darüber zeigt sich die Behindertensprecherin erfreut.

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0 Kommentare

  • Es leben nicht „zu viele“ Menschen in den Exklusionsanstalten, sondern alle sind zu viel. Bis auf eine vermutlich gegen Null tendierende Anzahl jener, die sich die Segregation und Entrechtung ausdrücklich wünschen würden, auch wenn ihnen ausreichende Unterstützungen in inklusiven Wohn- und Lebensformen zur Verfügung stünden. Also rein theoretisch könnte es auch in Zukunft noch „Heime“ geben aber gesellschaftlicher Auftrag sind sie sicher nicht.