Jarmer: Subtile Sparpolitik bei Hilfsmittelfinanzierung verhindert Integration

Grüne: Gebietskrankenkassen sparen auf Kosten von Menschen mit Behinderungen

Reifen eines Rollstuhles
Chlebecek, Mag. Elisabeth

„Nicht nur die Verzögerungen bei der Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum beeinträchtigen Menschen mit Behinderungen, sondern auch Einsparungen bei der Finanzierung von Hilfsmitteln“, erklärt die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer.

Wie der ‚Standard‘ in seiner heutigen Ausgabe an Hand konkreter Beispiele berichtet, ziehen sich die Gebietskrankenkassen immer mehr auf eine „zweckmäßige und ausreichende“ Versorgung zurück. „Für Menschen mit Behinderungen wird es immer schwieriger, zu Leistungen zu kommen,“ so Jarmer, „das geht quer durch den Hilfsmittelkatalog, besondere Schwierigkeiten gibt es etwa bei der Bewilligung und Finanzierung von Rollstühlen.“

Die Grünen fordern eine Rücknahme der subtilen Sparpolitik und kündigen eine parlamentarische Anfrage zum Thema Hilfsmittelversorgung an.

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0 Kommentare

  • … selbst vor kurzem erlebt in OÖ und höre immer wieder von solchen Geschichten auch in meiner Arbeit in einem Beratungszentrum.
    Die GKK weiß halt, wie und wo gespart werden kann. Es ist zwar nicht so, dass du gar nichts bekommst, aber halt gerne aus dem „Bestand“. Sprich du bekommst die abgenutzten und ausgelutschten Hilfsmitteln, die dann in Kürze wiederum reparaturbedürftig sind und mehr beim Bandagisten als beim Benutzer/der Benutzerin stehen. Ist supertoll-lustig, wenn du auf solche Hilfsmittel im Alltag angewiesen bist. NOCH schlechter geht es jenen Personen, die nicht oder nicht mehr arbeiten gehen (können).

  • Wenn zumindest alle Gebietskrankenkassen gemeinsam einkäufen würden und aktiv gegen korrupte Mitarbeiter der Kassen vorgeganen werden würde (Firmen bieten kleine und größere Zuwendungen an, um den Entscheider für das Firmenprodukt zu erwärmen – das Produkt muss nicht umbedingt des beste oder preiswerteste sein) dann wäre eine gute Versorgung mit Hilfsmitteln gewährleistet. Zusätzlich sind natürlich auch Kontrollen notwendig, um das Ausnützen des Systems (wie anonym 2 schreibt) einzudämmen.

  • Leider wundert es mich nicht, dass die WGKK auf Sparkurs setzt, zumal auch leider nur ein kleiner Markt für die Erstellung und Erhaltung von Rolllstühlen vorhanden ist. Ich habe vor ein paar Tagen das Erlebnis gehabt, dass eine Rollstuhlfirma OHNE meines Wissens, eine neue Batterie beantragt hat, obwohl meine Batterie noch nicht alt ist! Auf jeden Fall habe ich mich jetzt an die WGKK gewendet und ihnen die Sitatuion erklärt..ich finde es eine Frechheit, dass Rollstuhlfirmen es ausnutzen, die Vollmacht zu haben etwas zu bewilligen, was dem KundIn vorbehalten wird und erst nach erfolgreicher Bewilligung verständigt wird bzw. wer weiß ob wir verständigt werden??

  • Das stimmt – ob die Anfrage alleine was nutz?