Jarmer zu Behinderten-Job-Kampagne: Öffentlicher Bereich muss jetzt endlich Quote erfüllen

Barrierefreiheit eine wichtige Voraussetzung für Behinderteneinstellung

Helene Jarmer
GRÜNE

Positiv bewerten die Grünen die neue Job-Kampagne „Meine Chance – Ihr Nutzen„.

„Gerade die Best Practice Sammlung der Kampagne hilft, Barrieren in den Köpfen von Arbeitgebern abzubauen“, so Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen. Jarmer wünscht sich jedoch eine deutlichere Hervorhebung von Role Models, etwa in Plakaten oder in Werbespots: „Damit werden ArbeitnehmerInnen mit Behinderungen auch sichtbar“.

Jetzt ist es höchste Zeit, dass auch der öffentliche Bereich endlich ihre gesetzliche Behinderteneinstellungspflicht erfüllt. „Die ‚Freikaufsmöglichkeit‘ mittels Zahlung einer Ausgleichstaxe muss gestrichen werden, nur so lässt sich die zu niedrige Behindertenquote im öffentlichen Bereich erhöhen“, so Jarmer.

Ein weiteres großes Hindernis für die Einstellung von Menschen mit Mobilitätsbehinderungen ist auch die kürzlich verlängerte Frist, in der die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden hergestellt werden muss.

Jarmer fordert auch verbesserte Bildungsmöglichkeiten für behinderte Menschen: „Hörbehinderte und gehörlose Menschen haben durch fehlenden bilingualen Unterricht sehr geringe Chancen am Arbeitsmarkt und sind vielfach auf einfache, kommunikationsarme und durch Routine geprägte Arbeiten angewiesen. Unzureichende Dolmetsch-Angebote verhindern oft auch Weiterbildungs- und Aufstiegschancen von gehörlosen Beschäftigten. Bildung in allen Lebensbereichen ist jedoch ein Menschenrecht.“

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0 Kommentare

  • @eva salfellner: wenn sie eine berufsunfähigkeitspension beziehen, dürfen sie sehr wohl teilzeit arbeiten. es scheint, sie sind falsch beraten worden.

  • ich habe ms aeit 12 jahren. es geht mir relativ gut damit, einzig 40 stunden arbeiten kann ich nicht mehr, das ist mir zuviel. ich bin in pension geschickt worden und ich meine das ist auch ein problem das es zu lösen gilt! wieso kann man nicht halb arbeiten und halb in pension gehen? rüf mich wäre das eine große hilfe gewesen.

  • „Die ‚Freikaufsmöglichkeit‘ mittels Zahlung einer Ausgleichstaxe muss gestrichen werden, nur so lässt sich die zu niedrige Behindertenquote im öffentlichen Bereich erhöhen“, Diese Aussage ist zu hinterfragen – denn bei einer kräftigen Erhöhung der Ausgleichstaxe wird es auch für öffentliche Stellen schwieriger, behinderte Menschen nicht einzustellen – ferner sollten die Erlöse der Ausgleichstaxe wieder behinderten Arbeitnehmer zu Gute kommen – so ist es gedacht.