Jenseits der Stille

Der Film von Caroline Link erzählt die Geschichte von Lara.

Ihre Eltern sind gehörlos, und so muß das Mädchen von klein auf den Dolmetscher spielen, und das in seltsamen Situationen: auf der Bank, beim Telefonieren, ja sogar den Rüffel ihrer Lehrerin muß Lara für ihre Eltern übersetzen.

Zu ihrem Vater Martin hat sie ein sehr intensives Verhältnis, sie baut für ihn in der Gebärdensprache Brücken zur Welt der Hörenden. Umso entsetzter ist er, als Lara eine neue Leidenschaft entdeckt: die Musik. Gefördert durch ihre extravagante, hörende Tante Clarissa entwickelt sich Lara zu einer erstklassigen Klarinettistin, argwöhnisch beäugt von ihrem Vater, dem sich die unbekannte Welt der Töne nicht erschließen will.

Doch Lara setzt sich gegen den Willen von ihrem Vater durch und zieht nach Berlin, um dort ein Studium an der Musikhochschule zu beginnen.
Mehr als einmal steckt die Geschichte in Gefahr, entweder im Hollywood-Kitsch à la „Gottes vernachlässigte Kinder“ oder in der Grauzone des öden Problemfilms zu versinken. Doch die Hindernisse werden fabelhaft überwunden, letztendlich erreichen den ZuschauerInnen Momente der Poesie, wie sie im Kino selten geworden sind.

Der Hintergrund der Geschichte ist die Gehörlosigkeit, aber nicht das Thema. Lara hat die Probleme von jedem Teenager, der erwachsen wird, und die nur durch die Abhängigkeit ihrer Eltern von ihrer Dolmetscherkunst verstärkt werden.

Dennoch ist das „Gehörlosenmilieu“ im Film präsent und feinfühlig dargestellt. Jenseits der Stille taucht in eine den Hörenden unbekannte Welt und zeigt deren komische und tragische, deren anrührende und absurde Seiten. Ganz nebenbei bietet der Film auch hinreissende Musik, im Stile Klesmer.

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