JVP14: „Fall Gross“ Versagen von Justiz, Politik und Republik

Furchtbares Beispiel für falschen Umgang mit der Vergangenheit

Heinrich Gross
APA

Die Junge ÖVP Penzing kritisiert nach der Vertagung des Mord-Prozesses gegen NS-Psychiater Gross wegen dessen Verhandlungsunfähigkeit das Versagen aller verantwortlichen Stellen. Es erscheint völlig unverständlich, daß man einen Nazi-Verbrecher 50 Jahre lang hoch dekoriert und fördert, und ihm erst den Prozeß macht, wenn es zu spät ist.

Markus Kroiher von der Jungen ÖVP Penzing: „Wenn aufgrund menschenrechtlicher und grundrechtlicher Bestimmungen ein Prozeß unmöglich geworden ist, so fehlt gegen Gross wohl jede weitere Handhabe. Wir werden jedoch alles daran setzen, jene Stellen, die diese Situation möglich gemacht haben, zur Rechenschaft zu ziehen.“ Die Junge ÖVP Penzing verlangt nun, eine konsequente Untersuchung der Umstände, die dazu führten, daß der NS-Verbrecher Gross in der 2. Republik eine derartige Karriere erreichen konnte.

Dass der Arzt „an der Tötung einer unbestimmten Zahl von geisteskranken, geistesschwachen oder stark missgebildeten Kindern beteiligt war“, hat das Wiener Oberlandesgericht bereits 1981 festgestellt. Kroiher: „Wieso hat es dann 19 (!) Jahre gedauert, bis es endlich zu einem Prozeß kommen konnte ?!?“

Die Junge ÖVP Penzing verlangt nun von all jenen Institutionen und Stellen, die am Aufstieg des NS-Verbrechers Gross beteiligt waren, Aufklärung darüber, warum sie sich nicht über den durch sie geförderten Gross näher erkundigt haben bzw. wieso sie wissentlich einen NS-Verbrecher unterstützt haben. Kroiher: „Jetzt geht es darum, auch bei den betroffenen Stellen wirkungsvoll Vergangenheitsbewältigung zu betreiben. Das ist offensichtlich nach über 55 Jahren noch nicht überall geschehen.“

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