Karin Evers Meyer

Karin Evers-Meyer: „Deutschland drohen empfindliche Strafen“

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen fordert die deutsche Bundesregierung auf, die EU-Antidiskriminierungsrichtlinien umzusetzen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer (SPD), appelliert noch einmal eindringlich an die deutsche Bundesregierung, „schnellstmöglich“ einen eigenen Entwurf für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz vorzulegen, da der „Bundesrepublik Deutschland sonst empfindliche Strafen drohen“.

Bei drei von vier europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien ist die Umsetzungsfrist mittlerweile verstrichen.

Auch wenn in Deutschland oft nur von einer Mindestumsetzung – genannt „1:1“ Umsetzung – die Rede ist, dürfte das in diesem Bereich so nicht passieren. „Bürgerrechte sind nur dann etwas wert, wenn sie für alle gleichermaßen gelten“.

Dies bedeute, dass behinderte Menschen einen umfassenden gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung erhalten, teilte man auf kobinet-Nachfrage im Büro der Beauftragten mit.

„Nach wie vor haben wir es aber mit der Situation zu tun, dass z. B. Menschen mit Behinderungen in skandalöser Weise von Reiseveranstaltern, Gastronomiebetrieben und in großem Umfang auch von privaten Versicherungen benachteiligt werden. Wer jedoch heute mehr Eigenverantwortung fordert, muss künftig dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen bekommen, sich und ihre Familien stärker gegen Lebensrisiken wie Unfall oder Berufsunfähigkeit privat zu versichern“, hält Evers-Meyer abschließend fest.

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  • Ich stehe absolut hinter den Grundrechten von behinderten Menschen. Als Geschäftsführer der Aktion für behinderte Menschen ev. Hersfeld Rotenburg (der Bundeswehr) möchte ich gerne einmal einen persönlichen Kontakt mit Ihnen aufnehmen. Ich mache seit 27 Jahren behindertenhelfende Veranstaltungen und Aktionen. Diese Arbeit ist nur möglich,wenn man dabei von Gremien Personen und Behörden unterstützt wird.

    Ich bin der Veranstalter eines jährlichen Benefizkonzertes mit dem Heeresmusikkorps der Bundeswehr .Die Gewinne sind für Deckung der Integrationskosten mit Behinderten und Schulklassen jeweils übergeben worden. Desweiteren plane und führe ich andere Aktionen mit Behinderten durch.Zum Beispiel habe ich eine Schlauchbootfaht mit Behinderten und der Marinekameradchaft,in welcher ich Mitglied bin,auf dem hiesigen Bebraer Baggersee durchgeführt.
    Die Behinderten der Bebraer Werkstatt waren stolz und begeistert,so dass der Wunsch aufkam,das sollte man jedes Jahr mal machen.Auch mit der Gemeinschaft einer Schulklasse und Behinderten als Integrationsarbeit.

    Ich habe dies versprochen. Was mir natürlich Probleme bereitet, ist die Hardware( Schlauchboote). Ich möchte gerne dafür 2 Boote (eigene) anschaffen. Das ist mit erheblichen Kosten verbunden und nur mit Ihrer Hilfe zu schultern.Ich bitte Sie mich dabei zu unterstützen und mir Ihre Möglichkeiten mitzuteilen. Ich habe bereits einen Kostenvoranschlag dafür bereit. Bitte helfen Sie mir dabei. Wolfgang Schneider; vom Bundespräsidenten Horst Köhler ausgezeichnet mit der Verdienstmedaille
    des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (nur als kleine Referenz meiner Arbeit)und der Förderungswürdigkeit.

    PS. Der Bürgermeister der Stadt Bebra lässt mitteilen dass diese Aktion auch seine Referenzen und Anerkennung findet.

  • In Österreich wurde dies im sogenannten Behindertengleichstellungspaket http://www.gleichstellung.at/rechte umgesetzt.

  • Wie ist der Stand in Österreich? Wie wird der in der EU Richtlinie beschriebene, zu ermöglichende Zugang zu Dienstleistungen betreffend sog. behinderte Menschen ausgelegt?