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Kein „barrierefreier“ Zugang zu Informationen

Im Mai 2005 trafen sich Landes-Vertreter der SPÖ, der FPÖ, der Grünen und eine Vertreterin der KPÖ-Graz, die ÖVP glänzte damals schon mit Abwesenheit, bei atempo zu einem Arbeitskreis.

Das konkrete Anliegen der Interessensvertretung von atempo war, dass eine Broschüre aller wahlwerbenden Parteien erstellt werden sollte, um für Menschen mit Lernschwierigkeiten einen „barrierefreien“ Zugang zu Informationen bieten zu können. (atempo ist eine Institution zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Im Vordergrund der Arbeit steht, dass Menschen mit Behinderung die gleichen Rechte und Chancen haben sollen wie andere Menschen auch, und diese Chancen auch zu nützen und einzufordern lernen.)

Der Interessensvertretung wurde bei diesem Gespräch Unterstützung zugesagt. Die Zuständigkeit liege bei Frau Landeshauptmann Klasnic, es wird kein Problem sein eine solche Broschüre zu erstellen. Die Monate vergingen und passiert ist nichts. Die Interessensvertretung hat sehr oft beim Klubobmann der ÖVP, Christian Drexler, angerufen und versucht, Kontakt über @-mails herzustellen. Es kam nie eine Antwort.

Bei diversen Festveranstaltungen im Jahr 2003, dem Jahr der Menschen mit Behinderung, profilierten sich einige Politiker damit, welch besonderes Anliegen es ihnen ist, dass Menschen mit Behinderung sich gut in ihren Interessen vertreten fühlen. Geht es aber daran konkrete Schritte zur Gleichstellung und zur Verbesserung der Situation dieser Menschen zu setzen, dann fühlt sich die Politik nicht dafür zuständig, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen.

Ein entscheidender Schritt zur Gleichstellung wäre, dass Informationen flächendeckend für Menschen mit Lernschwierigkeiten so aufbereitet werden, dass sich jeder sein eigenes persönliches Bild machen kann, um eine Entscheidung treffen zu können. Viele Menschen mit Lernschwierigkeiten interessieren sich sehr für die politischen Vorgänge in unserem Land. Es ist unsere gesellschaftliche Pflicht, diesen Menschen das zu geben, was sie dafür benötigen.

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0 Kommentare

  • Da ich eine solche Broschüre für sehr sinnvoll erachte, würde ich gerne das Projekt von atempo unterstützen. Das aggressive Verhalten der KPÖ kann ich nicht nachvollziehen, wo Stadtrat Kaltenegger im Wohnungsbereich viel zu wenig für Menschen mit einer Behinderung macht. Kurt Hohensinner (ÖVP-Gemeinderat in Graz 0664/5004806)