Kein Hundeleben für Bartolomé

Autorin: Rachel van Kooij, Verlag: Jungbrunnen, Preis: € 14,40 (gebunden), ISBN 3-7026-5753-3

Der zehnjährige Bartolomé lebt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in einem kleinen spanischen Dorf. Sie sind Kleinbauern und haben ein winziges Anwesen gepachtet.

Der in Madrid als Kutscher der Infantin arbeitende Vater holt seine Familie dorthin nach. Er erhofft sich für seine Frau und seine Kinder eine bessere Zukunft. Aber nicht für alle seine Kinder. Der „verkrüppelte Zwerg“ Bartolomé soll im Dorf zurückbleiben. Erst als der Bub verspricht, sich vor Fremden zu verstecken, darf er mitkommen.

Bartolomé wünscht sich die Anerkennung seines Vaters. Der Versuch, mit Hilfe seiner älteren Geschwister und seiner Mutter heimlich einen Beruf zu erlernen, misslingt. Er wird von der fünfjährigen Infantin entdeckt und wird von ihr als lebendiges Spielzeug, als „Menschenhündchen“, an den Hof geholt. Die Gehilfen des Hofmalers, die ihn schminken müssen, versuchen schließlich, ihn aus seiner menschenverachtenden Rolle zu befreien.

Die Sprache des Romans ist alles andere als zimperlich. Sie zeichnet ein sehr beklemmend realistisches Bild. Der zugegeben etwas märchenhafte Schluss ist sicherlich eher im übertragenen Sinn zu verstehen.

Ein spannender und lesenswerter Appell gegen Vorurteile und Intoleranz, für die Anerkennung der Fähigkeiten jedes Einzelnen und die Unantastbarkeit der menschlichen Würde.

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