Kickstarter-Kampagne: MOB – Mode ohne Barrieren

Exklusive Mode ganz inklusiv.

Verschiedene Personen mit Kleidung von MOB Industries
MOB Industries

Die Idee hinter diesem Label ist, Mode inklusiv zu gestalten und so einem breiteren Personenkreis anzubieten. Der erste Prototyp der Kollektion lief Anfang des Jahres 2019 und wurde im Sommer im MQ in Wien präsentiert.

MOB steht für Mode ohne Barrieren. MOB Industries ist eine Kooperation dreier junger Modelabels aus Wien, die sich zum Ziel gesetzt haben, Mode an die Bedürfnisse von RollstuhlfahrerInnen anzupassen.

Diese soll nicht nur funktional, sondern auch modisch und trendy sein. Produziert wird die Mode in Wien. Co Founderin Josefine Thom meint dazu:

Die derzeit auf dem Markt erhältliche behindertengerechte Bekleidung kommt vorwiegend aus dem klinischen und technischen Bereich. Die einseitige Beschränkung auf technische Funktionalität und die damit verbundene “Funktions-Ästhetik” behindert paradoxerweise die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, da sie diese gestalterisch auf eindimensionales “Behindertsein” reduziert. 

In enger Zusammenarbeit mit RollstuhluserInnen wurden die Kleidungsstücke an ihre Bedürfnisse angepasst und raffiniert umgesetzt. Zum Beispiel sind an Ärmeln und Hosen durchgängige Magnetknöpfe oder Druckknopfleisten angebracht, was das An- und Ausziehen auch im Sitzen erleichtert. Weiters wurde auch großen Wert auf die Stoffauswahl gelegt, welche einen angenehmen Tragekompfort und Bewegungsfreiheit garantieren soll, diese Linie nennt sich Standard.

Das Repertoire von MOB bietet auch eine adaptierte Version für nicht behinderte Menschen. Diese Linie nennt sich Companion. Werden vom Designer Standard und Companion angeboten heißen sie All Inclusive. Die Modelle sind in den Größen Small, Medium und Large erhältlich. Für Übergrößen hat man die Bezeichnung All Inclusive + festgelegt.

Mit der adaptierten Linie Companion will MOB ein Statement setzen. Damit sollen die Verbundenheit und Solidarität zur Inklusion bejaht werden. MOB möchte somit ein Zeichen setzen und die Welt inklusiver gestalten.

„Unser Ziel ist, zusammen mit Wiener Modelabels den internationalen Markt für behindertengerechte Kleidung aufzurollen“, so Johann Gsöllpointner.

MOB Industries setzt sich aus den Modelabeln Moto Djali, GON und Ferrari Zöchling zusammen. Hinter dem Namen Moto Djali stehen die jungen Designerinnen Alice Müller und Jennifer Mory, die seit 2013 unter diesem Namen tätig sind.

Das Label GON wurde von der Modedesignerin Christina Steiner im Jahr 2011 gegründet. Ferrari Zöchling ist seit 2013 etabliert und wird von Romana Zöchling geführt, die unter anderem auch Einzelstücke für den Sänger von Bilderbuch anfertigt.

Für 2020 plant MOB Sportbekleidung ins Sortiment aufzunehmen und mit internationalen Modelabeln ihre Kollektion zu erweitern.

Crowdfunding bei Kickstarter

Derzeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um Geld zu sammeln damit die Produktion verschnellert werden kann, eine neue Kollektion zu ermöglichen und das Team zu vergrößern. Wie man MOB unterstützen kann, kann man in ihrer Kickstarter-Kampagne lesen. (Update 20.12.2019: Die Kampagne ist gescheitert.)

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5 Kommentare

  • Ich freue mich sehr über die neue Modemark und fühle mich sehr angesprochen. Unmut dem gegenüber ist für mich unmissverständlich. Ja, die Kleidungsstücke sind nicht günstig, was wohl an den unterschiedlichen Arbeitsprozessen liegt, sie haben keine gängigen Verschlüsse (sondern Magnete) und werden in Wien produziert. Wie gesagt, ich kann Missgunst nicht verstehen und mangelnde Sozialleistungen und eine repressive Behindertenpolitik sind überhaupt nicht auf eine Stufe zu setzen. Wem die Mode nicht gefällt, der muss sie auch nicht tragen. Ich erfreue mich an dem Anblick und darüber Models im Rollstuhl zu sehen und Menschen, die versuchen, etwas neues zu entwickeln. Und dann ist es auch keine Rollstuhlmarke, sondern für alle. wie toll. also dann verstehe ich noch weniger, wieso man sich verarscht fühlt. und ja, es ist nicht gpnstig, habe mal die gründer recherchiert. die machen speziell mode für berufstätige. Also: ich freue mich über das neue Label und endlich mehr auswahl an Mode, was meines Erachtens für Rollstuhlmänner viel schwieriger ist und kaufe mir lieber ein Teil statt 4 und dann noch lokal produziert und kein Einheitsbrei.

    • ich wollte noch ergänzen: die Stücke kosten zwischen 50 und 300 Euro. das teuerste Stück ist ein Kleid in Übergroße. Ein Rock liegt bei 120. ich kann nur nochmal ergänzen: für viel funktion und lokale produktion und faire arbeitsbedingungen kann man keine c und a preise erwarten. wie soll das gehen? außerdem kosten die eigentlichen kollektionen der designer mehr. die marke macht ja nicht nur für rollstuhlfahrer mode , sondern auch für prothesenträger, ms, frakturen oder auch keine einschränkungen. mich ärgert diese wut von anderen gegenüber neuem. imn amerika funktioniert das doch auch, wieso immer gleich sudern.

  • Nur leider ist die MOB Modelinie unleistbar. Gerade In einem Bereich, wo viele nur Teilzeit oder oft auch gar nicht berufstätig sind, auch oft mit dem Pflegegeld kaum bis gar nicht auskommen, Mode anzubieten wo ein Rock an die 300€ kostet ist eigentlich eine Frechheit. Fühle mich dann so richtig verarscht wenn die noch Spenden für crowdfunding wollen.
    Wenn ich jetzt nur von mir spreche, habe ich so vieles an Kosten und Mehraufwand zu bezahlen, welche ich vor dem Querschnitt nicht mal bedacht habe. So einen Querschnitt muss man sich erst mal leisten können!!! Denn mit Kassenleistungen und Pflegegeld geht sich alles vorne und hinten nicht aus. Ein Beispiel wäre : die Kasse zahlt 6 einmalkatheter in 24 Stunden, alles mehr ist selbst zu bezahlen. Kann ich es mir nicht leisteten , bin ich zu arm um Pinkeln zu gehen. Und die Kasse gibt als Antwort : dann nehmen sie halt einen Dauerkatheter der wird bezahlt. Super Danke, als junge Frau mitten im Leben.
    Oder ein weiteres Bespiel:“ es werden für den
    Absolut notwendigen Badezimmerumbau Wohl Kosten übernommen. Aber bei Gesamtkosten von 12000€ und einer Max Finanzierung von 75% , sind immer noch 3000€ zum selbst bezahlen. Und die muss man erst mal haben.
    Jede Rampe, jedes zusätzliche Hilfsmittel, jedes Kugellager für sen Rolli ( sind einmal im Monat zu wechseln) , jede Rampe damit man in seiner eigenen Wohnung z. B. Auf den Balkon kommt ,….. Liste ist endlos und alles ist zu finanzieren.

    Und dann kommt ein Modelabel, welches mir super helfen würde, einiges erleichtert und auch toll aussieht, aber dann für einen Pulli oder Rock ein paar hundert Euro verlangt fühle ich mich wirklich verarscht !!!!!!!!

    • Wem diese Mode nicht nur gefällt, sondern wer sich das auch leisten kann, der wird sich so eine Stück kaufen. Ich befürchte jedoch, die Anzahl der KundInnen wird sehr überschaubar sein und trozt Crowdfunding-Kampagne wird MOB nicht ihre Ziele erreichen können, der „Markt“ von reichen KundInnen ist eben nicht da.