Im Puls-24-Interview findet Klaus Widl klare Worte: Österreich sei bei der Inklusion weit zurück, sagt der Präsident des Behindertenrats, und fordert ein entschiedenes Umdenken in Politik und Gesellschaft
Puls 24
Neben dem aktuellen UN-Bericht, der Österreich deutliche Versäumnisse attestiert, sorgten zuletzt auch Berichte über geplante neue Sonderschulen für Kritik.
Für Klaus Widl, den Präsidenten des Österreichischen Behindertenrats, ist das ein Schritt in die völlig falsche Richtung: Statt das inklusive Schulsystem auszubauen, werde Segregation erneut gefestigt.
Besonders im Bildungsbereich sieht Widl große Defizite. Viele Kinder und Jugendliche mit Behinderungen hätten weiterhin keinen verlässlichen Zugang zu inklusiven Bildungswegen.
Behindertenrats-Präsident Widl fordert daher im Puls-24-Interview eine klare, österreichweite Strategie, verbindliche gesetzliche Vorgaben und ausreichend Ressourcen, um echte Inklusion umzusetzen.