Königsberger-Ludwig: Armutsfalle Behinderung – Unterstützung für Betroffene

SPÖ-Behindertensprecherin betont die Notwendigkeit sozialer Solidarität

Ulrike Königsberger-Ludwig
Parlament

Anlässlich des nun präsentierten 2. Armutsberichts der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung verweist Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Behindertensprecherin, auf die prekäre Situation von Menschen mit Behinderungen.

„Die Gefahr der Armut ist für Menschen mit Behinderungen besonders hoch“, so Königsberger-Ludwig, „da zum einen Behinderungen gewöhnlich nichts Vorübergehendes sind und die Erwerbsfähigkeit oft stark einschränken. Zum anderen geht damit meist gleichzeitig ein erhöhter Bedarf an kostspieligen Unterstützungsmaßnahmen, Therapieaufwendungen oder Pflege einher, welche eine starke finanzielle Belastung für die Betroffenen sowie ihrer Angehörigen bedeutet!“

Königsberger-Ludwig betont die Notwendigkeit, soziale Maßnahmen für Betroffene auszubauen. „Die Erhöhung des Pflegegeldes seit Jahresbeginn leistet einen wertvollen Beitrag, die Armutsgefährdung besonders belasteter Menschen zu reduzieren. In diese Richtung muss die Sozialpolitik weiter arbeiten – es gilt, Menschen mit besonderen Bedürfnissen auch besonders zu unterstützen, wie dies auch schon geschieht und weitergeführt werden soll.“

So erhalten Familien mit Kindern mit Behinderungen eine erhöhte Familienbeihilfe. „Die finanzielle Unterstützung ist aber nur ein wichtiger Faktor“, wie Königsberger-Ludwig betont, „schulische Bildung, Ausbildung und Erwerbstätigkeit sind wesentlich zur Sicherung des Lebensunterhalts. In Österreich sind 17 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter durch die Beeinträchtigung von Behinderungen armutsgefährdet, das sind 124.000 Menschen, die wir in einer Gesellschaft der sozialen Gerechtigkeit auch weiterhin nicht unberücksichtigt lassen dürfen!“

„Die Fortsetzung der so erfolgreichen ‚Aktion500‘ des Sozialministeriums, welche bisher schon 2.500 zusätzliche Arbeits- oder Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen brachte, ist daher ein begrüßenswerter Beitrag“, so Königsberger-Ludwig abschließen, „die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt auch weiterhin zu forcieren und damit die Gefahr der Armutsfalle erfolgreich zu vermindern!“

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  • Ein bedarfsdeckendes, solidarisches Tragen aller behinderungs- und pflegebedarf- verursachten, individuellen Bedürfnisse ist unbedingte Not-Wendigkeit! Die Bereitstellung von Unterstützungsressourcen soweit wie gewünscht und erforderlich, Lastenaufteilung und Nachteilsausgleich, insbesondere auch der finanziellen Aufwendungen und Einbußen, damit Betroffene und Mit-Betroffene ein halbwegs “normales” Leben führen zu können.
    Denn Eines ist klar, die derzeit seitens der “Solidargemeinschaft” in schäbiger Weise verweigerte Bedarfsdeckung an benötigten Unterstützungen wird immer von jemand “kompensiert” oder mit dem Leben “bezahlt”, im übertragenen und auch im wörtlichen Sinn!