Königsberger-Ludwig: Empfehlungen der UNO werden ernstgenommen

Lob und Kritik der Staatenprüfung für österreichische Behindertenpolitik

Ulrike Königsberger-Ludwig
SPÖ

„Ich begrüße die Staatenprüfung der UNO und freue mich, dass neben den kritischen Anmerkungen auch eine Reihe von positiven Feststellungen zur Behindertenpolitik in Österreich getroffen wurden“, so die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung Ulrike Königsberger-Ludwig.

Und weiter: „So zeigt sich vor allem, dass wir mit dem NAP Behinderung auf dem richtigen Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind.“ Für Königsberger-Ludwig ist eine der wichtigen Herausforderungen auf diesem Weg eine bundeseinheitliche Regelung im Bereich der Behindertenpolitik.

„Die Zersplitterung der Behindertenpolitik schafft beinahe unüberwindbare Hürden für Menschen mit Behinderung. Nur mit bundeseinheitlichen Regelungen in wesentlichen Bereichen können wir garantieren, dass die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung überall gleich sind in unserem Land“, so die SPÖ-Bereichssprecherin.

Neben den politischen Rahmenbedingungen müsse man aber auch noch mehr im Bereich der Bewusstseinsbildung machen. „Um die Bilder in den Köpfen der Menschen zu verändern, müssen wir dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung in den unterschiedlichsten Lebensbereichen teilhaben können“, so Königsberger-Ludwig. Vor allem im Bereich der Bildung wird dies notwendig sein, da hier der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben gelegt wird und die Grundlagen für Lebenschancen geschaffen werden.

„Die gemeinsame Schule muss auch Kinder mit Behinderungen einschließen, denn je früher die Teilhabe passiert desto besser. Der eingeschlagene Weg von Unterrichtsministerin Claudia Schmied ‚Inklusive Modellregionen‘ zu schaffen, muss daher konsequent weitergeführt und ausgebaut werden“, erklärt Königsberger-Ludwig.

Ebenso ist die SPÖ-Bereichssprecherin überzeugt, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Erwerbsarbeitsmarkt weiter zu forcieren ist. In diesem Zusammenhang verweist Königsberger-Ludwig auf die bereits beschlossene Beschäftigungsoffensive, die für die nächsten zwei Jahre je 10 Mio. Euro für Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in regulären Arbeitsverhältnissen zur Verfügung stellt. „Neben Projekten müssen wir aber auch dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen auch im Regelarbeitsmarkt Beschäftigung finden“, betont die SPÖ-Bereichssprecherin.

Die Empfehlungen der UNO wird sehr ernst genommen, betont die SPÖ-Bereichssprecherin: „Wir werden bei den zukünftigen politischen Umsetzungen die Vorschläge einfließen lassen. Gemeinsam mit den Ländern, den Behindertenorganisationen als ExpertInnen und den Menschen mit Behinderung werden wir weiter an der Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiterarbeiten. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, so Königsberger-Ludwig.

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0 Kommentare

  • Guenther, der letzte Satz Ihrer Wortmeldung bringt es auf den sprichwoertlichen Punkt. Das habe ich selbst oft restlos entnervt und mit einem ironischen Lachen von mir gegeben und gar nicht selten wurde und werde ich von nicht behinderten Freunden und Freundinnen ebenfalls lachend hierin bestaetigt. Et anonym, es stimmt, die Umsetzung hat prioritaer zu sein.

  • Bewußtseinsbildung von Bewußtseinsungebildeten und Sensibilisierung von unsensiblen, kann ja nicht funktionieren sowas.
    Demnächst gibt’s demokratische Bildung, vorgetragen von einem Nazi.
    Wenn Königsberger Ludwig meint, dass die Empfehlungen ernstgenommen werden, ist das schon hart, da diese Frau selbst nicht ernstgenommen werden kann. Was in Österreich folgt, sind zahlreiche Ausschüsse ohne nennenswerte Beiträge – und Beauftragte, die zum Glück eine Kaffeemaschine bedienen können, da sie sonst nichts zu tun hätten.

  • Wenn es ein Wort gibt, das ich nicht mehr hören kann und das ich als das Unwort meines Lebens bezeichnen würde, dann sind das „Bewußtseinsbildung“ bzw. „Sensibilisierung“.
    Wenn Sie so wollen, versuche ich das selbst seit 15 Jahren, aber glauben Sie mir das bringt nichts. Im Behindertenbereich braucht es keine Bewußtseinsbildungund und keine Sensibilisierung, weil die nichts nützten. Es ist Zeit, dass man endlich die Konzequenzen zieht und all die Fakten der Diskriminierung und Ausgrenzung die schon lange auf dem Tisch liegen und die von der Prüfkommission jetzt éindrücklich bestätigt wurden, endlich in die Tat umsetzt. Es braucht die Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen und rechtliche Konsequenzen, für die, die sich nicht daran halten.

  • Die Lobhudlerei der SPÖ ist wirklich unübertrefflich. Ich weiß jetzt wirklich, wen ich bei der NR-Wahl garantiert NICHT wähle. Fühle mich bis ins letzte vera…

  • Einfach nur peinlich, wie das Wording der Getadelten übernommen und in deren Selbstlobhudelei eingestimmt wird.