Königsberger-Ludwig: „Große Rückschritte in der Behindertenpolitik im Regierungsprogramm, hoffe noch auf Umkehr“

Die SPÖ steht hingegen dafür, Inklusion von Anfang an lebbar zu machen, das geht vom Kindergarten, über die Schule bis hin zum Arbeitsmarkt.

Ulrike Königsberger-Ludwig
Parlament

„Menschen sollen ihr Leben so gestalten können, wie sie es für richtig halten, eigenverantwortlich und selbstbestimmt. Das sind die zwei entscheidenden politischen Parameter für die Familien- und Behindertenpolitik“, erklärte SPÖ-Familiensprecherin und Sprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike Königsberger-Ludwig, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

„Im schwarz-blauen Regierungsprogramm gibt es nun leider große Rückschritte. So sollen etwa Sonderschulen verfestigt und davon abgegangen werden, alle PädagogInnen in Sonderpädagogik zu lehren. Das ist vor allem für Kinder mit Behinderungen und deren Eltern, die sich oft jahrelang für ein inklusives Schulwesen eingesetzt haben, ein herber Rückschlag“, so Königsberger-Ludwig.

In der Familienpolitik sei es besonders bitter, dass man mit dem Familienbonus vom Grundsatz „Jedes Kind ist gleich viel wert“, abgehe.

Die SPÖ steht hingegen dafür, Inklusion von Anfang an lebbar zu machen, das geht vom Kindergarten, über die Schule bis hin zum Arbeitsmarkt, weil „ich davon überzeugt bin, dass Bildung und Arbeit den Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben bilden“.

Als weiteren Rückschlag in der Behindertenpolitik sieht Königsberger-Ludwig die Tatsache, dass im Regierungsprogramm steht, dass es statt einer sozialrechtlichen Absicherung und einem Entgelt ein höheres Taschengeld für Menschen mit Behinderung geben soll. „Das ist für viele Betroffene sehr schmerzlich und geht total am Gedanken der Selbstbestimmung und Inklusion vorbei“, so die SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung.

Auch die „Persönliche Assistenz“ müsste endlich bundesweit gelöst werden, anstatt wieder nur auf „best-practice-Beispiele“ zu setzen.

„Ich hoffe, auf einen Umkehrschwung der Regierung in diesen Bereichen und, dass wir gemeinsam für eine selbstbestimmte und eigenverantwortliche Zukunft für die Menschen in unserem Land arbeiten können“.

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Ein Kommentar

  • wenn ich nicht wüßte, was die sehr geehrte frau abgeordnete in ihrer zeit als verlautbarungsorgan des sozialministers gegen eine fortschrittliche behindertenpolitik alles guthieß, ich würde ihr die jetzige aussendung glatt abnehmen. so aber staunt der laie und der fachmann wundert sich über die chuzpe, dem publikum jetzt das gegenteil dessen zu präsentieren, was man jahrelang guthieß und schweigend hinnahm (valorisierung pflegegeld, ausbau von sonderschulen, taschengeld-beendigung für eine ordentliche anstellung, durchsetzung von barrierefreiheit mittels eines klaren gesetzes, ende des mobilitätszuschusses etc.
    kann es sein, daß uns da jemand für dumm verkauft?