Königsberger-Ludwig: Live-Untertitelung der Parlamentsdebatten wichtiger Schritt

Als einen weiteren "wichtigen Schritt zum Abbau von Barrieren" bezeichnete SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig das ab morgen erweiterte Parlamentsangebot für Menschen mit Hörbehinderung.

Parlament
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„Es ist ein wichtiger gesellschaftspolitischer Schritt, dass ab morgen die Live-Übertragung der Parlamentssitzungen mit Untertiteln versehen werden“, erklärte Königsberger-Ludwig am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Rund eine halbe Million Menschen sind in Österreich gehörlos oder stark hörbehindert. „Nationalratspräsidentin Barbara Prammer setzt gemeinsam mit dem ORF einen weiteren wesentlichen Schritt, damit hörbeeinträchtigte Menschen ab sofort die Parlamentssitzungen verfolgen können“, so Königsberger-Ludwig.

Die SPÖ-Behindertensprecherin betonte in diesem Zusammenhang, dass der erste Schritt in Richtung Gleichstellung mit der Übertragung von Debatten im Hohen Haus in Gebärdensprache bereits stattgefunden habe. „Mit der Untertitelung von Plenarsitzungen geht Präsidentin Barbara Prammer den Weg hin zu Barrierefreiheit und Teilhabe konsequent weiter“, so Köngisberger-Ludwig. Das Spracherkennungssystem, das bereits in der Schweiz erfolgreich im Einsatz ist, kommt erstmals in Österreich zur Anwendung.

„Als Politikerin im Allgemeinen und Behindertensprecherin im besonderen freut es mich, wenn so viele Menschen wie nur möglich an der politischen Auseinandersetzung im Parlament teilhaben können“, so Königsberger-Ludwig abschließend.

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0 Kommentare

  • Ein kleiner Funken Hoffnung für Hörbehinderte! Ich hoffe, der ORF wird dann auch noch viele andere Sendungen mit UT versehen!! Hörbehinderte wie ich haben ein Recht auf Information.
    Doch von Barrierefreiheit sind wir noch sehr weit entfernt. Dies zeigt sich bei fast allen öffentlichen Räumen/Gebäuden und Veranstaltungen, wo fast nirgends eine Induktionsanlage oder ein ähnliches hörbehindertengerechtes Hilfsmittel vorhanden ist.

  • In der Tat ein wichtiger Schritt zum Abbau von Barrieren für alle hörgeschädigten Menschen in Österreich.
    Eine Anmerkung zur Anzahl der Betroffenen: Laut internationalen Statistiken verschiedener europäischer Länder (siehe u.a. auch http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/statistik.asp?inhalt=statistik04) geht man von etwa 19% der Bevölkerung ab 14 Jahren mit einer Hörschädigung aus, Tendenz steigend!
    In Österreich kann daher von 1,5 Millionen Betroffenen gesprochen werden, wobei etwas mehr als 1/3 davon mit Hörsystemen versorgt sind.
    In Anbetracht dieser Zahlen täte der ORF gut daran, das Angebot mit UT rasch weiter auszubauen, wie es international längst üblich ist. Gerade der ORF hat hier eine Verantwortung, die nicht mit „Licht ins Dunkel“ allein erfüllt ist.

  • Alleine, dass durch diese Aktion öffentlich wird, dass es in Österreich zumindest fünfhunderttausend (!) Menschen mit „starker Hörbehinderung“ gibt, freut mich sehr! Schwerhörige Menschen wie ich, sind abhängig von Untertitelungen (oder Schriftdolmetsch, was es de facto in Öst. nicht gibt).
    Es ist doch eigentlich ein starkes Stück, dass „Barrierefreiheit“ für diese Menschengruppe sehr oft einfach vergessen wird!