Königsberger-Ludwig: Rasche Hilfe für Conterganopfer!

Sozialausschuss fordert unbürokratische Auszahlung der finanziellen Unterstützung

Ulrike Königsberger-Ludwig
Parlament

Erfreut zeigte sich SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig über die von Gesundheitsminister Alois Stöger angekündigte Lösung für Conterganopfer. „Gesundheitsminister Alois Stöger ist der erste Minister, der hier handelt und für die Geschädigten finanzielle Hilfen zur Verfügung stellt“, so Königsberger-Ludwig im Sozialausschuss des Nationalrates.

Insgesamt würden 2,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, was rund 70 000 Euro pro Geschädigtem bedeute, führte die SPÖ-Behindertensprecherin weiter aus. Darüber hinaus wurde im Vorjahr auch die deutsche Conterganhilfe für österreichische Opfer geöffnet. „Viele Conterganopfer sind heute in einem Alter, wo sie verstärkt medizinische Unterstützung und Pflege benötigen. Hier stehen nun weitere finanzielle Mittel zur Hilfestellung zur Verfügung“, so Königsberger-Ludwig.

Um eine rasche Inanspruchnahme zu gewährleisten, forderte der Sozialausschuss eine unbürokratische Auszahlung. Auch die Begutachtung solle rasch erfolgen und ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass für die Betroffenen keine steuerlichen Nachteile entstehen, erläuterte Königsberger-Ludwig.

„Ich war in den letzten Monaten immer wieder in Verbindung mit Contergangeschädigten und freue mich daher besonders, dass eine Lösung in Sicht ist. Jetzt gilt es rasch und unbürokratisch die Mittel an die Betroffnen auszuzahlen“, so die SPÖ-Behindertensprecherin abschließend.

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0 Kommentare

  • Ich kann deinen Unmut gut verstehen, Wolfgang, aber Neid entstellt die Seele und das manchmal mehr wie den Körper. Gerechtigkeit gibt es auf dieser Welt nie. Wer das verspricht ist ein Lügner. Ich habe auch einen entstellten Körper, daran kann ich nichts ändern, aber für die Entstellung meiner Seele bin ich verantwortlich.

  • Solange nur die Betroffenen über das Thema debattieren und sich die „Gesunden“ heraushalten, wird das nichts. Außerdem, die vielen gemobbten Menschen haben das gleiche Problem. Daher wäre wohl ein allgemeines Umdenken in der Gesellschaft von Nöten, das ist aber im Neokapitalismus kontraproduktiv!

  • Ich gehöre zu denjenigen die das Pech hatten, schon 1954 geboren zu sein. Den das hiesse das ich an Hand meiner angeborenen Schäden (li.Hand phokomelie, auf einen Ohr taub, re.Hand nicht richtig entwickelt) 2 jahre später zur Welt gekommen wäre keine Probleme gehabt hätte als Conterganopfer anerkannt zu werden. Aber leider sind das die Tatsachen so das es erst ab 1956 Anerkennung gibt. Und ich bin nicht der einzige es gibt noch einige Fälle die zwischen 54/55 geboren sind mit solchen Missbildungen die es ab 56 reihen weise gab. Aber wie soll man diesen Menschen erklären das sie durch den Rost fallen weil es frühher das ganze ja wohl nicht gab. und als eine üble Laune der Natur abgetan wird. L.G. W.A

  • Ich glaub erst dran, wenn es soweit ist. Leider wurde schon viel zu viel versprochen!!!

  • Na hoffenltich kommt diese Information auch ALLEN Conterganopfern zur Information!!! Im Grunde hofft man ja doch wieder, dass nicht alle melden, um zu betteln …

  • Bitte die Finanzprokuratur sich auch am Vermögen (Nachlass) der Arzneimittelzulasser, Obersten Sanitätsräte, Amtsärzte und SiegHeils-Pädiatern dieses in Österleich rezeptpflichtigen Medikaments zu regredieren!

  • Das schaut nach einer guten Wendung aus. Warum aber erst jetzt? Weil die Betroffenen bereits mehr als das halbe Leben hinter sich haben?

    Für den Bereich der Impfschäden stünde auch ein ähnlicher Gesinnungswandel an, bevor die Folgekosten der Nebenwirkungsrisken zum überwiegenden Teil die unschuldigen Opferfamilien zu tragen hatten.
    Obwohl es vor Jahren eine positive Gesetzesänderung gegeben hat, wonach nur mehr die Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhanges vorliegen müsse, wird in der real existierenden Gutachtenspraxis alles daran gesetzt, die offensichtlichen Wahrscheinlichkeiten mit hanebüchenen Argumenten abzuweisen. Die Impfgeschädigten und ihre Angehörigen werden zusätzlich zu den Folgen schwerster Mehrfachbehinderungen lebenslang schwerstens diskriminiert und geschädigt.