Königsberger-Ludwig: „Volle Unterstützung für die Forderungen der Behindertenvertretungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt“

Viele Forderungen der Behindertenvertretungen und sozialen Organisationen decken sich mit der SPÖ-Behindertenpolitik

Ulrike Königsberger-Ludwig
SPÖ

„Seit vielen Jahren setze ich mich für einen inklusiven Arbeitsmarkt ein und für eine Gesellschaft, die Menschen mit Behinderungen nach ihren Fähigkeiten beurteilt anstatt nach ihren vermeintlichen Defiziten. Es freut mich, dass sich viele Forderungen der Sozial- und Behindertenorganisationen mit denen der SPÖ decken, und ich bin überzeugt, dass es uns gelingt, einige Ziele gemeinsam umzusetzen“, meint Ulrike Königsberger-Ludwig als Reaktion auf die heute stattgefundene Präsentation der 10 Bausteine für eine inklusive Arbeitsmarktpolitik.

„So fordere ich schon lange eine gerechte Entlohnung für die Arbeit in Tagesstrukturen und Werkstätten. Und auch wenn die Arbeitslosigkeit insgesamt sinkt, ist uns schon länger bekannt, dass gerade Menschen mit Behinderungen vom aktuellen Wirtschaftsaufschwung zu wenig profitieren. Die Arbeitslosigkeit ist hier anhaltend hoch.

„Mit dem Beschluss des Inklusionspakets, das eine Verdoppelung der Budgetmittel für die berufliche Integration vorsieht, ist uns ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung geglückt“, freut sich die SPÖ-Behindertensprecherin über die 90 Mio. Euro jährlich, die ab 2018 für die berufliche Integration zur Verfügung stehen werden.

Auch bei der Ausgleichstaxe braucht es eine Reform, die den Menschen mit Behinderungen zugutekommt. Die jüngste Reform von 2011 hat zwar zu einer Lockerung des Kündigungsschutzes geführt, aber nicht zu mehr Einstellungen von Menschen mit Behinderungen.

„Deshalb erwarte ich mir hier auch ein Umdenken der Wirtschaft und eine bessere Information der Wirtschaftskammer für ihre Mitglieder. Immer noch treffe ich auf Unternehmen, die Menschen mit Behinderung für unkündbar halten, und sich deshalb scheuen, begünstigte Behinderte einzustellen“, sagt Königsberger-Ludwig.

Gerade die Interessenvertretungen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen, und zumindest die Einstellungspflicht erfüllen, die ab 25 DienstnehmerInnen gegeben ist. Lobend erwähnen möchte ich hier den ÖGB und die Arbeiterkammer, die bis auf eine Ausnahme weit über dem geforderten Wert liegen. Dagegen ist offenkundig, dass auf Wirtschaftsseite eine fast durchgehende Säumigkeit vorliegt, die es zu ändern gilt.

„Egal ob Menschen mit oder ohne Behinderungen, die Arbeit ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und sichert uns nicht nur ein Einkommen, sondern trägt auch wesentlich zu einem Selbstwertgefühl bei, das einem Teil unserer Gesellschaft immer noch verwehrt wird“, betont Königsberger-Ludwig.

„Wenn wir alle Menschen mit dem gleichen Respekt behandeln wollen, müssen wir den Arbeitsmarkt inklusiv gestalten, und die dafür notwendigen Unterstützungen finanzieren“, schließt die SPÖ-Behindertensprecherin.

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