Kommen die behindertengerechten London-Taxis auch nach Österreich?

Die behindertengerechten London-Taxis könnte es auch wieder hierzulande geben. Zumindest, wenn es nach dem Wiener Neudorfer Autohändler Grünzweig geht. Dieser möchte die Fahrzeuge auch nach Österreich bringen.

Seitenansicht eines blauen London Taxi LEVC TX, das bei einem Gehsteig parkt.
2019 LEVC TX Vista Comfort Plus 1.5 von Vauxford

Im Jahr 2000 testete Manfred Srb ein sogenanntes London-Taxi in Wien, allerdings noch die alte Variante. Diese war mit einer Rampe und einem Befestigungssystem für Rollstühle sowie einem drehbaren Sitz für ein leichteres Einsteigen ausgestattet.

Besonders erfreulich war für Srb der Umstand, dass die London-Taxis seit einigen Jahren nur noch zum Verkehr zugelassen werden, wenn sie – auch – mit dem Rollstuhl befahrbar sind. Im Jahr 2000 gab es ein paar sogenannter London-Taxis in Wien.

Leider verschwanden sie aufgrund hoher Kosten aus Wien. Das könnte sich jetzt vielleicht ändern.

Verkaufsstart in den nächsten Wochen

Wie auf vienna.at oder auch auf motor.at berichtet, ist die Grünzweig Automobil GmbH aus Wiener Neudorf mit der Herstellerfirma London Electric Vehicle Company (LEVC) in Verkaufsverhandlungen getreten.

Der erste LEVC TX steht bereits im Hof des Händlers. Allerdings müssen noch ein paar Formalitäten erledigt werden. Der Verkaufsstart soll in den nächsten Wochen erfolgen.

Martin Rada, Managing Director LEVC Europe, sagt gegenüber motor.at:

Die Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen wächst in Österreich, insbesondere in der Hauptstadt, rasant und ich freue mich darauf, mit Grünzweig zusammenzuarbeiten, um unsere Marke und Produkte in diesem fortschrittlichen Markt zu etablieren.

Fahrzeuge mit Elektro und Benzinmotor

Die Fahrzeuge haben einen Elektromotor und eine 31 kWh-Batterie. Dazu kommt ein kleiner Benzinmotor, der als Range Extender fungiert. Das heißt, er kann die Reichweite verlängern, wenn die Batterie leer ist, treibt aber nie direkt die Räder an. In Deutschland werden die Fahrzeuge für 70.000 Euro angeboten.

Die Zielgruppe sind nicht nur Taxiunternehmen, es sollen auch Familien und andere Unternehmen angesprochen werden. Geplant ist auch eine etwas längere Ausführung des Automodels LEVC, die dann als Lieferwagen Verwendung finden soll.

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4 Kommentare

  • Gibt es für Pkw eine Norm, wie Barrierefreiheit aussieht? Schleppkurve beim EInsteigen, max. Neigungen??

    • Nein, ist mir nicht bekannt, vor allem nicht international. Es gibt natürlich Crash test und Sicherheitsvorschriften, aber über die Gestaltung direkt wüsste ich nicht. Es gibt für öffentlichen Transport viele Regeln, für PKWs zieht man die Punkte heran, die eben zutreffen, Einstiegssituation, Sitzplatz, Sicherheit.

      Die Anforderungen sind relativ klar wenn es um rollstuhlgerecht geht, andere Barrierefreiheitsanforderungen sind dann oft aber regional unterschiedlich ausgeprägt.

  • Die Taxiordnung in Wien gehört sowieso erneuert. Die Konkurrenz zwischen Taxis und Uber ist derart ungleich das es die Taxis ruiniert. Man sollte die Fahrzeuge allesamt verpflichtend Behindertengerecht gestalten. Dazu würden sich ja nicht nur die Englischen Taxis sondern auch andere Fahrzeuge eignen ich sage nur VW Caddy oder Renault Kango, Skoda Romstar, udgm. Mit einer Übergangszeit von 3 Jahren, sollte die Umstellung doch möglich sein. Wer Elegant fahren möchte kann sich ja bei Uber einen bestellen für Kulturveranstaltungen oder Hochzeiten usw.

  • Das wäre nicht schlecht das auch im Österreich ein barrierefreies Taxi gibt so wie im England
    Das muss gesetzlich gemacht werden .wer dich nicht daran hält verliert sein komission das ist im England so da könnte eine Taxi Innung nur Profitieren