Kostenlose Mitversicherung: Achtung beim Wechsel der Gebietskrankenkasse

AKNÖ: Anspruch muss neu geltend gemacht werden!

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Bei der Mitversicherung von Angehörigen, besonders bei Ehegatten oder LebensgefährtInnen, gibt es allerlei zu beachten. Besonders wenn sich bei den Voraussetzungen etwas ändert, ist der rasche Kontakt zur Gebietskrankenkasse dringend geboten.

Wer seinen Arbeitsplatz wechselt und in einem anderen Bundesland beschäftigt ist, wechselt auch die Gebietskrankenkasse. Aber Achtung: Die Daten beitragsfrei mitversicherter Personen wandern nicht automatisch mit. Betroffene, die Kinder erziehen oder erzogen haben, müssen dies bei der neuen Gebietskrankenkasse neuerlich nachweisen.

Nach seinem Jobwechsel von Wien nach Niederösterreich erhielt ein Arbeitnehmer eine Vorschreibung über die „beitragspflichtige Mitversicherung“ in Höhe von 313,21 Euro monatlich für seine Ehegattin. Die war bislang beitragsfrei mitversichert, da sie drei, mittlerweile erwachsene Kinder, groß gezogen hatte. Der Beitragszahler wandte sich hilfesuchend an die NÖ Arbeiterkammer, weil er glaubte, es handle sich um einen Irrtum.

Dort bekam er den passenden Tipp: „Die gespeicherten Daten bei einer Gebietskrankenkasse werden von der neuen zuständigen Krankenkasse nicht automatisch übernommen. Wer weiterhin kostenlos mitversichert sein will, muss neuerlich die entsprechenden Unterlagen, in dem Fall die Geburtsurkunden der Kinder, vorlegen“, sagt AKNÖ-Experte Mag. Josef Fraunbaun.

Voraussetzung für die beitragsfreie Mitversicherung ist die aktuelle Erziehung zumindest eines Kindes. Sind die Kinder bereits erwachsen, bleibt die erziehende Person mitversichert.

Wer keine Gebühr für die Mitversicherung zahlt

Kostenlosen Anspruch auf Mitversicherung haben Kinder, Ehegattinnen und Ehegatten, Lebensgefährten und eingetragene PartnerInnen sofern sie sich aktuell der Kindererziehung widmen oder sich 4 Jahre lang dieser gewidmet haben. Beitragsbefreit sind weiters Versicherte, wenn sie oder der/die Angehörige Pflegegeld mindestens der Stufe 3 erhalten.

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  • vielleicht auch für andere eine interessante Information über Pensionsversicherung:

    Selbstversicherung in der Pensionsversicherung – Wechsel möglich!


    Bis jetzt war ich bei der PVA für die „Pflege eines behinderten Kindes“ pensionsversichert.

    Bei dieser Versicherungsmöglichkeit darf man nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen.

    Die Bemessungsgrundlage ist 2013 € 1.081,80.

    Überschreitet man die Geringfügigkeitsgrenze, ist man automatisch von dieser Versicherung ausgeschlossen.

    Durch die Pflege kann man nicht sehr viel „daneben“ arbeiten.

    Seit August 2009 gibt es auch für Eltern behinderter Kinder die Möglichkeit, eine „Selbstversicherung für pflegende Angehörige“ zu beantragen.

    Die Bemessungsgundlage ist hier 2013 € 1.614,32.

    Es ist möglich, 30 Stunden zu arbeiten (außerdem gibt es keine Einkommensgrenze), ohne aus dieser Versicherung zu fallen.
    Zusätzlich erworbene Bemessungsgrundlagen werden zu dieser Bemessungsgrundlage dazugezählt bis zu einer Höchstbemessungsgrundlage von 2013 € 5.180,-!

    Obwohl es die „bessere“ Versicherung für die „Pflege behinderter Angehöriger“ schon seit über drei Jahren gibt, habe ich nur durch bloßen Zufall davon erfahren.

    Es gab und gibt von der PVA keine diesbezüglichen Informationen.

    Die PVA Mitarbeiter dürfen bei den Sprechtagen auch keine Informationen darüber geben. Begründung: Es handelt sich um öffentliche Gelder!

    Übrigens ist auch das Formular für diese beiden Versicherungsarten bis auf ein anderes Kästchen zum Ankreuzen identisch und es gibt keine Beilage, die erklärt, welche Vor- und Nachteile diese beiden Versicherungsmöglichkeiten haben.

    Mir drängt sich der Verdacht auf, dass hier ein Skandal vorliegt, der aufgedeckt gehört.



    http://www.pensionsversicherung.at/mediaDB/14%20-%20Freiwillige%20Versicherung.pdf