Landesrechnungshof Tirol prüfte die bauliche Barrierefreiheit von Landesgebäuden

Amts- und Verwaltungsgebäude sowie Schulen des Landes Tirol im Fokus

Ortschild mit Aufdruck Tirol
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Im Rahmen einer Initiativprüfung nahm der Landesrechnungshof Tirol (LRH) die bauliche Barrierefreiheit von Gebäuden des Landes Tirol unter die Lupe.

Prüfungsschwerpunkte waren insbesondere die Realisierung des Tiroler Etappenplans für die Barrierefreiheit sowie des Tiroler Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behinderten-Rechts-Konvention, die beide auf dem Tiroler Antidiskriminierungsgesetz basierten. Die Prüfergebnisse wurden von LRH-Direktorin Monika Aichholzer-Wurzer im Finanzkontrollausschuss vorgestellt.

So ergab die Auswertung des LRH, dass in den Jahren von 2010 bis 2024 insgesamt 110 Maßnahmen zur Barrierefreiheit in 31 Organisationseinheiten des Landes Tirol umgesetzt wurden. Der LRH kritisierte, dass eine Berechnung der dafür aufgewendeten Finanzmittel nicht möglich war.

Direktorin Monika Aichholzer-Wurzer wies bei ihrer Präsentation darauf hin, dass mangels eingeschränkter Aussagekraft der vorliegenden Evaluierungen und teils unvollständiger Dokumentation keine genaue Aussage über den tatsächlichen Erfüllungsgrad zur Barrierefreiheit getroffen werden konnte. Der LRH empfahl daher eine vollständige Neuevaluierung aller Landesgebäude, die Formulierung klarer Strategiepläne und ein verpflichtendes Barrierefreiheitskonzept bei Bauvorhaben des Landes Tirol.

Zudem regte der Landesrechnungshof an, einen „Barrierefreiheitsausweis“ für alle Landesgebäude einzuführen. Ein solcher Ausweis wäre öffentlich einsehbar und würde zeigen, wie gut ein Gebäude für verschiedene Arten von Behinderungen geeignet ist. Damit würde das Land Tirol ein Zeichen für Inklusion und Vorbildwirkung innerhalb der öffentlichen Verwaltung setzen und zur Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung beitragen.

Zum Prüfbericht: LRH-Webseite, ORF-Tirol

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