Lapp: Ferrero bei Behinderteneinstellungspflicht säumig

Fadenscheinige Argumente Ferreros zur Benachteiligung von Menschen mit Behinderung im Außenministerium

Christine Lapp
SPÖ

„Bei medienwirksamen Auftritten zeigt sich Frau Ferrero-Waldner gerne als Schirmherrin von Menschen mit Behinderung. Doch dort, wo sie real Einfluss hat, kommen Menschen mit Behinderung nicht zum Zug!“, erklärte die Behindertensprecherin der SPÖ, Christine Lapp, am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Aus einer Anfragebeantwortung (1432/AB) von Bundesministerin Ferrero-Waldner geht hervor, dass im Außenministerium von 1.347 Beschäftigten nur 30 behinderte Menschen beschäftigt sind. Damit werden nach den Bestimmungen der Behinderteneinstellungspflicht um 12 behinderte Menschen zu wenig beschäftigt. Dass die Erfüllung das Quote möglich ist, bewies Heinz Fischer als Nationalratspräsident im Parlament, dort wurde 2002 die Beschäftigungspflicht überschritten.

Lapp ist nicht nur ob der traurigen Zahlen im Außenamt erschüttert. „Nicht nur, dass das Ministerium seiner Verpflichtung der Fairness gegenüber Menschen mit Behinderung nicht nachkommt, nein, Ferrero begründet diese Tatsache noch in diskriminierender Weise. Beim Durchlesen der Anfragebeantwortung der Frau Bundesministerin bekam ich den Eindruck, dass ihr Bild von Menschen mit Behinderung dem des vorvorigen Jahrhunderts entspricht. Da steht schwarz auf weiß, dass ‚der Einsatz von behinderten Menschen‘ insbesondere im Ausland ein ’schwer-wiegendes Problem‘ wäre. Diese Haltung zeigt eine Missachtung der Leistungen von Menschen mit Behinderung. Ich persönlich kenne zahlreiche Menschen mit Behinderung, die in ihrem Alltag größere Probleme bewältigen, als es sich Menschen, die vom Chauffeur jeden Tag ins Büro gefahren werden oder von einer Zugehfrau bedient werden, auch nur vorstellen können“, konstatierte Lapp.

„Es kann mir keine oder keiner erzählen, dass es ausgerechnet im Ministerium von Ferrero es nicht möglich sein soll, eine Quote zu erfüllen. Frau Ferrero-Waldner mangelt es am Engagement und einer modernen und unverkrampften Einstellung gegenüber Frauen und Männern mit Behinderung. Sie besucht lieber im Beisein von Fotografen Charity Events, redet von ihrem großen Herz und verspricht das Blaue vom Himmel. Ihre Taten zeichnen aber ein ganz anderes Bild, nämlich eines, wo Menschen mit Behinderung nicht zum Zug kommen“, stellt Lapp abschließend fest.

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