Christine Lapp

Lapp zu Familienhospizkarenz: „Echte finanzielle Absicherung fehlt immer noch“

Einen Rechtsanspruch auf existenzsichernde Leistungen für pflegende Angehörige aufgrund des Verdienstentganges zu schaffen, müsste eigentlich auch im Interesse der Bundesregierung sein.

„Nach wie vor fehlt bei der Familienhospizkarenz eine echte finanzielle Absicherung, z.B. in Form einer Art Karenzgeld für pflegende Angehörige“, stellte SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp zur heute vom Ministerrat beschlossenen Anhebung der Einkommensgrenze von 500 auf 700 Euro, bis zu der um finanzielle Zuschüsse aus dem Härtefonds angesucht werden kann, fest.

Zwar sei die Verbesserung sowohl was die Anhebung der Verdienstgrenze als auch was die Ausweitung von sechs auf neun Monate für zu pflegende schwer kranke Kinder betreffe, nicht grundsätzlich abzulehnen, aber an der Tatsache, dass die Familienhospizkarenz weiterhin finanzielle Probleme verursache und daher unattraktiv bleibe, ändere sich leider sehr wenig, so Lapp gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Gerade weil es sich bei der Familienhospizkarenz um eine äußerst wichtige und gute Idee handle, dürfen pflegende Angehörige nicht zu Bittstellern degradiert oder in die Armutsfalle gedrängt werden, betonte die SPÖ-Behindertensprecherin.

Einen Rechtsanspruch auf existenzsichernde Leistungen für pflegende Angehörige aufgrund des Verdienstentganges zu schaffen, müsste eigentlich auch im Interesse der Bundesregierung sein, da laut einer Evaluierung des Wirtschaftsministeriums 48 Prozent der Befragten genau diesen fehlenden Umstand als äußerst belastend angegeben hatten, so Lapp weiter. Wichtig sei es zudem auch noch, dass grundsätzlich mehr für Informationsveranstaltungen zum Thema Pflege (Pflege zu Hause – von Profis lernen, Pflegestammtische – Infoaustausch von betroffenen Angehörigen) getan werde.

„Auch durch mehr Information kann verhindert werden, dass für Betroffene die Pflege von Angehörigen ein Sprung ins kalte Wasser wird“, so Lapp abschließend.

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  • Ich bin im 62. Lebensjahr und habe mit dem 56.Lj., im Jahr 2000, meine freiberufliche Selbsständigkeit aufgegeben, um unsere Tochter Laura Maria (Rett-Syndrom, 11Lj.) zu pflegen. Ich hatte bis zum 1. April 2005 (Beginn der frühzeitigen Alterspension), außer dass meine freiwillige Weiterversicherung zur Gänze übernommen wurde, kein eigenes Einkommen. Durch das neue Pensionsversicherungsgesetz verzögerte sich der Pensionsbeginn um eineinhalb Jahre. Ich habe am eigenen Leib verspürt, wie wichtig ein Rechtsanspruch auf existenzsichernde Leistungen für pflegende Angehörige aufgrund des Verdienstentganges, wäre.