Lebenshilfe: 50 Jahre gegen Barrieren in Kopf und Alltag

Prominente ÖsterreicherInnen feiern mit der Lebenshilfe Österreich und der Lebenshilfe Salzburg 50 Jahre Engagement für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

Gegen Barrieren in Kopf und Alltag - Lebenshilfe
Helge Kirchberger

Seit 1967 engagiert sich die Lebenshilfe für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Im Jubiläumsjahr machen Lebenshilfe und SelbstvertreterInnen gemeinsam mit prominenten ÖsterreicherInnen auf Barrieren aufmerksam, denen sie immer noch ständig begegnen. Sie rufen dazu auf, selbst zu InklusionsheldInnen im Alltag zu werden.

Inklusion betrifft uns alle: Jeden Tag gegen Barrieren in Kopf und Alltag

„Seit 50 Jahren kämpfen wir gegen Ungerechtigkeiten, die Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung tagtäglich begegnen. Anlässlich dieses halben Jahrhunderts fordern wir die Österreicherinnen und Österreicher dazu auf, im eigenen Umfeld mit dem Abbau von Barrieren zu beginnen und selbst zu Heldinnen und Helden gegen Barrieren zu werden. Darum haben wir vorbereitet, wie jeder von uns Barrieren abbauen und damit zu Inklusion beitragen kann. Die Tipps haben wir auf www.gegen-barrieren.at gesammelt“, so Germain Weber, Präsident der Lebenshilfe Österreich.

Persönliche Assistenz: Barrierefreiheit bei intellektueller Beeinträchtigung

Ein Schlüssel zur Barrierefreiheit für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung sind UnterstützerInnen. Menschen, die bei diversen Aktivitäten des alltäglichen Lebens unterstützen, zum Beispiel in Form von Persönlicher Assistenz. 

Die Lebenshilfe veranstaltet am 3. Mai 2017 ein Vernetzungstreffen für alle Anspruchsgruppen in Wien – politische EntscheidungsträgerInnen, Menschen mit Beeinträchtigung, Angehörige, Behindertenorganisationen und Interessierte sind eingeladen. Als Diskussionsgrundlage dient das erstmalig vorgestellte Dialogpapier „Persönliche Assistenz“ der Lebenshilfe. Es zeigt, welche Schritte eingeleitet werden müssen, um rechtliche Verbesserungen zu erreichen.

Barrierefreiheit ist vielseitig – So werden Barrieren beseitigt

Barrierefreiheit beschränkt sich nicht nur auf räumlich-bauliche Barrieren. Es gibt auch Barrieren im Wahrnehmen (zu kleine Schrift, zu leise Lautsprecherdurchsagen, etc.) oder Barrieren im Verstehen (keine Infos in einfacher Sprache). Auch soziale Barrieren (Distanz vor dem Anderen, Vorurteile), strukturelle Barrieren (Integration statt Inklusion, zB. in der Schule, im Beruf, in der Freizeit) oder finanzielle Barrieren erschweren ein selbstbestimmtes Leben.

Wie diese Barrieren abgebaut werden können finden Sie unter: www.gegen-barrieren.at

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2 Kommentare

  • Die Lebenshilfe setzt sich genau so für das Wohl der Behinderten ein wie ein Hirte für das Leben seiner Schafe.
    Das können Ihnen die Schafe bestätigen. Sie bekommen Futter, ja er hat sie sogar so lieb, dass er für ihre Vermehrung sorgt.

  • Und wieder werden Menschen mit Behinderung zu HeldInnen degradiert. Beschämend!!!