Lebenshilfe: Null Spielraum, die Teuerungen auszugleichen – rasche Unterstützung notwendig

Wenn das Geld fehlt, zahlen den Preis die Menschen – mit und ohne Behinderungen.

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Massive Strompreiserhöhungen, steigende sonstige Energiepreise und die hohe Inflation treffen nicht nur Privathaushalte und Unternehmen, sondern vor allem auch Non-Profit-Organisationen wie die Lebenshilfe. Rasche und unbürokratische Unterstützung ist notwendig, um die Betreuungsqualität und die Angebotsvielfalt für Menschen mit Behinderungen aufrecht erhalten zu können.

„Gemeinnützige Organisationen arbeiten in der Regel kostendeckend. Große Reserven können nicht angehäuft werden. Die enormen Preissteigerungen können wir nicht aus eigener Kraft bewältigen“, zeigt sich Lebenshilfe Generalsekretär Markus Neuherz höchst besorgt. „Es droht die Gefahr, dass wir einige Angebote für Menschen mit Behinderungen zurückfahren oder schließen müssen, wenn wir keine rasche und unbürokratische Unterstützung bekommen“, lautet die düstere Prognose von Markus Neuherz.

Nach Unternehmen nun auch gemeinnützige Organisationen unterstützen

Die Bundesregierung setzte bereits sehr wichtige Maßnahmen zum Teuerungsausgleich für Privathaushalte und für Unternehmen. „Es ist ein Gebot der Stunde, umgehend nun auch dem gemeinnützigen Sektor, zu dem auch viele soziale Dienstleistungsorganisationen wie die Lebenshilfen zählen, die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, um ihr Überleben zu sichern. Die Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm die Verbesserung der Planbarkeit bei der Erbringung gemeinwohlorientierter Leistungen versprochen. Nun ist die Regierung gefragt, dieses Versprechen umzusetzen“, fordert Markus Neuherz.

Möglichkeiten in den Betrieben sind bereits ausgeschöpft

„Unsere Betriebe und mobilen Leistungen sehen sich mit einer insgesamten Kostensteigerung von 8% konfrontiert. Etwaige Lohnsteigerungen im Jahr 2023 sind dabei noch nicht einkalkuliert“, konkretisiert Susanne Maurer-Aldrian, Geschäftsführerin der Lebenshilfen Soziale Dienste aus der Steiermark die problematische Lage. „Die Lebenshilfen haben keinerlei Möglichkeiten, die aktuellen Teuerungen abzufedern. Verhaltensänderungen und Anpassungen im Bereich der Energie oder des Lebensmitteleinkaufs treffen wir bereits aus Gründen des Klimaschutzes. Effizienter Einsatz der Mittel ist im Sozialbereich generell eine Überlebensfrage“, erläutert Maurer-Aldrian stellvertretend für den Beirat der Lebenshilfe Geschäftsführer*innen.

Rasche und unbürokratische Unterstützung für Non-Profit-Organisationen notwendig

„Wir können und werden aber nicht beim Personal sparen. Wir können und werden auch nicht das Angebot oder die Qualität unserer Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen reduzieren“, zeigt sich Maurer-Aldrian trotz der schwierigen Lage kämpferisch. „Wir fordern, dass man sich umgehend mit den Herausforderungen des Sozialbereichs auseinandersetzt. Wesentlich wird dabei sein, dass dies rasch und lösungsorientiert passiert und wir nicht zum Spielball zwischen Bund und Ländern werden“, schließt Maurer-Aldrian.

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