Lebenshilfe Österreich zu Tirol-Vorwürfen: Lückenlose Aufklärung hat oberste Priorität

Lebenshilfe Österreich sagt designierter Präsidentin der Lebenshilfe Tirol volle Unterstützung zu.

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„Wir begrüßen die Bestellung von Gerhild Murauer zur designierten Präsidentin der Lebenshilfe Tirol. Mit ihr steht eine kompetente Führungspersönlichkeit an der Spitze des Vereins. Sie treibt die lückenlose Aufarbeitung der Vorgänge zügig voran, und sie kann mit unserer vollen Unterstützung rechnen“, nimmt Lebenshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Germain Weber zu den Vorwürfen gegenüber der Lebenshilfe Tirol Stellung.

Alle acht in Österreich ansässigen Landesverbände der Lebenshilfe sind eigenständige Rechtspersönlichkeiten. Ihre gemeinsame Dachorganisation Lebenshilfe Österreich hat weder auf die Entscheidungsstrukturen noch auf die finanzielle und strukturelle Gebarung der Landesverbände einen Einfluss. Die Lebenshilfe Österreich wurde vor über 40 Jahren von den Landesverbänden zu dem Zweck gegründet, um die politische Arbeit auf der Bundesebene zu bündeln und hier Interessenvertretungsarbeit für Menschen mit Behinderungen zu leisten.

„Die Lebenshilfe Tirol agiert in ihrer Geschäftstätigkeit vollkommen autonom und unabhängig von der Lebenshilfe Österreich und den anderen Lebenshilfeverbänden. Die dortigen Vorgänge machen uns bestürzt und betroffen. Es ist uns bewusst, dass der Konflikt in der Lebenshilfe Tirol seinen Schatten auch auf andere Lebenshilfen wirft. Alles, was wir jetzt tun können, ist Klarheit zu schaffen“, erklärt Weber und verweist auf die anstehenden Gremiensitzungen, in denen der lückenlosen Aufklärung oberste Priorität zukommt.

Weber: „Wir forcieren die Weiterentwicklung eines Corporate Governance Kodex, der im Sinne eines Ordnungsrahmens die Grundwerte der Lebenshilfe und die Verhaltensweisen von Haupt- und Ehrenamtlichen ausführlich beschreibt und für diese verbindlich ist“, bekräftigt der Lebenshilfe-Präsident. „Der Governance Kodex ist ein wirksames Instrument, um eine strikte Trennung von Ehrenamt und Privatgeschäft zu erreichen. Das hilft uns dabei, Situationen wie jene in Tirol in Zukunft zu vermeiden.“

Wie Präsidentin Murauer lobt auch Weber die wertvolle Arbeit der Lebenshilfe Tirol: „Die hervorragende Leistung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darf auf keinen Fall in Frage gestellt werden. Der gesellschaftliche und vor allem menschliche Nutzen ist unbestritten.“ Täglich profitieren rund 1.600 Menschen von den Dienstleistungen der Lebenshilfe Tirol. „Wir erwarten eine rasche und umfassende Klärung in der Lebenshilfe Tirol und stehen der Lebenshilfe Tirol hierbei zu Diensten. Wir sind zuversichtlich, dass mit erfolgter Neuaufstellung der Lebenshilfe Tirol, diese wieder aktiv und gestärkt durch diesen Prozess zu den Zielen der Arbeiten der Lebenshilfe Österreich beitragen wird“, so Weber abschließend.

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