Leiner gegen Verwendung des Pflegegelds für ärztliche Betreuung

Gegen eine Verwendung des Pflegegeldes für die ärztliche Hauskrankenpflege spricht sich der ÖVP-Fraktionsführer im Gesundheitsausschuss, Abg.z.NR Prim. Dr. Günther Leiner, aus.

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Dieser jüngste Vorschlag von Ärztekammer-Präsident Dr. Otto Pjeta ziele zwar in die richtige Richtung, eine Stärkung des extra-muralen Bereiches, das dürfe aber nicht auf Kosten des Pflegegeldes passieren.

„Das Pflegegeld wurde vor allem zur Stärkung der Autonomie der pflegebedürftigen Menschen in unserem Lande eingeführt und soll zweckgebunden ausschließlich für deren Pflege verwendet werden“, so Leiner. „Die Pflegeleistung wird in aufopfernder Weise oft durch nahe stehende Verwandte, meist Frauen, geleistet.

Dabei ist trotz allem eine gewisse Qualitätssicherung nötig“, erklärt Leiner, der auch als Präsident des Salzburger Hilfswerks für die professionelle Betreuung von pflegebedürftigen Menschen mitverantwortlich ist. Das Hilfswerk beispielsweise bietet hier die nötige Schulung und Betreuung für pflegend Angehörige, um eine bestmögliche Qualität der Pflege zu gewährleisten.

Leiner: „Pflegende Angehörige, die sozialen Dienste und die Ärzte bilden ein optimales Team für die Betreuung zu Hause. Leider ist durch die schlechte Honorierung der ärztliche Anteil in der Hauskrankenpflege unterrepräsentiert.“ Eine Aufwertung der ärztlichen Tätigkeit ist auch im Hinblick auf Kosten und Patientennähe für den ÖVP-Fraktionsführer im Gesundheitsausschuss dringend geboten.

Leiner abschließend: „Die Kosten muß allerdings die dafür zuständige soziale Krankenversicherung tragen, der Pflegegeld-Topf ist einfach die falsche Quelle.“

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