Leitfaden barrierefreie Schanigärten in Wien

Die Schanigartensaison hat wieder begonnen und so möchten wir den Leitfaden für Schanigärten der "MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung" vorstellen. Er richtet sich an Antragsteller für Schanigärten.

Schanigarten mit Rampe
BIZEPS

Ausgangspunkt für die Gründung dieser Arbeitsgruppe war es, die Genehmigungen von Schanigärten in Wien so zu gestalten, dass gewährleistet ist, dass diese in Zukunft möglichst in ganz Wien in gleicher Weise errichtet werden und barrierefrei sind.

BIZEPS war in diese Arbeitsgruppe für die Erstellung des „Leitfadens zur Anordnung für Schanigärten aus dem Blickwinkel der Barrierefreiheit“ eingebunden. Beteiligt waren mehrere Magistratsabteilungen, Magistratische Bezirksämter, die Magistratsdirektion – Stadtbaudirektion, Behindertenorganisationen sowie die Wirtschaftskammer Wien.

Der Leitfaden der MA 19 geht auf die verschiedenen Aspekte eines Schanigartens ein und gibt Tipps, wie ein Schanigarten zu gestalten ist.

Vom Aussehen der Sonnenschirme über „Wie sichere ich meinen Schanigarten ab, sodass blinde Menschen nicht dagegen laufen?“ bis zu „Wann darf oder soll ich Podeste machen?“.

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0 Kommentare

  • Lieber Markus, was ich nicht verstehe, BIZEPS war in der Arbeitsgruppe eingebunden – und veröffentlicht einen Leitfaden der MA 19, der unbefriedigend für die Betroffenen ist – ohne einen diesbezüglichen kritischen Kommentar. Die BMIN-Intiative von Manfred Srb „Barrierefreie Schanigärten“ auf http://www.bmin.info / Nachrichten, findet nicht einmal eine Erwähnung in BIZEPS Info, obwohl BIZEPS immer informiert worden ist. Ich finde das kontraproduktiv, da der Eindruck entstehen könnte, dass der „Leitfaden für barrierefreie Schanigärten in Wien“ – die Situation für diesbezügliche Barrierefreiheit wesentlich verbessert…

  • Lieber Marcus, was ich nicht verstehe, BIZEPS war in der Arbeitsgruppe eingebunden – und veröffentlicht einen Leitfaden der MA 19, der unbefriedigend für die Betroffenen ist – ohne einen diesbezüglichen kritischen Kommentar. Die BMIN-Intiative von Manfred Srb „Barrierefreie Schanigärten“ auf http://www.bmin.info / Nachrichten, findet nicht einmal eine Erwähnung in BIZEPS Info, obwohl BIZEPS immer informiert worden ist. Ich finde das kontraproduktiv, da der Eindruck entstehen könnte, dass der „Leitfaden für barrierefreie Schanigärten in Wien“ – die Situation für diesbezügliche Barrierefreiheit wesentlich verbessert…

  • @Lucas Broer: Podeste sollten eigentlich bei den von ihnen beschriebenen Szenarien nicht mehr bewilligt werden. In der Praxis ist dies allerdings nicht immer der Fall, da haben sie Recht.

  • @ Lucas Broer: Ich verstehe schon, was du meinst. Dein Ansatz ist sehr pragmatisch und so müssen wir Behinderten das eh meistens sein, damit wenigstens irgendwas weitergeht.

    Meinen Forumbeitrag hab ich eher allgemein gemeint. Ich finde es auch besser, ein Gasthaus mit einem zugänglichen Schanigarten und nicht-zugänglichem WC zu haben als ein Gasthaus mit einem nicht-zugänglichen Schanigarten UND einem nicht-zugänglichen WC.

  • Die meisten Podeste stehen ohnehin auf brettlebenen Straßen, jedweder Niveauausgleich ist da frei erfunden und nur eine billige Ausrede. Außerdem würden selbst 3 cm-Podeste das Problem schaffen, das auch die leider ebenfalls nicht verbotenen „Begrenzungselemente“ verursachen, nämlich dass ich mich nicht von außen an einen der Randtische setzen kann, was bei weitem das einfachste wäre. Bei kleinen/engen Schanigärten wird es dann oft schwierig, überhaupt einen Tisch zu finden. Der Idealzustand wäre also einfach Tische auf den Gehsteig und schluß. Funktioniert bei vielen Lokalen wunderbar, warum nicht bei allen.

  • ICh bin auch nicht glücklich mit der erschienen Broschüre, denn der Entwurf war eindeutig klarer in Bezug auf die Barrierefreiheit der Schanigärten. Jetzt ist er viel allgemeiner und bezieht sichviel auf das Erscheinungsbild.
    Ansonsten versteh ich die Diskussion nicht ganz. Es geht nicht um barrierefreie Toilette ODER Schanigarten. Es sind alles Themen die bearbeitet werden müssen.


  • @Lucas Broer: Ich habe den Leitfaden auch 3 Mal gelesen bis ich die Passage mit dem Niveau von 18cm verstanden habe. In der damalig mit uns koordinierten Entwurffassung war das noch wesentlich verständlicher formuliert.

    Ich verstehe nun so: Das Podest darf maximal 18 cm Höhe aufweisen um den Niveauunterschied auszugleichen (+3 cm), sollte es, aufgrund des Gefälle so sein, dass der Niveauunterschied höher als 18 cm wird, sind Zwischenpodeste zu errichten. Dann kann es sein, dass dadurch nur ein Teil des Schanigartens barrierefrei ist.

    also so in etwa:
    …………..______
    _______|

  • @Thomas Stix:

    Natürlich sollen die WCs umgebaut werden müssen, auch wenn es etwas kostet. Aber wegen dieser Kosten wird es mehr Widerstand geben und der Kampf daher realistischerweise länger dauern. Daher finde ich es kontraproduktiv zu sagen: Kümmern wir uns erst um die Schanigärten wenn wir auch vorher/gleichzeitig die WCs bekommen. Das ist eine Justament-Haltung, die uns nichts bringt, aber das leichter erreichbare Ziel eines Podest-Verbots gefährdet.

  • @ anonym „Und es würde den Betrieben nicht nur nichts kosten (im Gegensatz zum WC),“…

    warum sollten behinderte menschen immer auf rechte verzichten, nur weil es irgendjemanden was kostet?? diese einstellung hör ich immer wieder, und das nervt mich!
    gerade im gastgewerbe. jetzt wissens es schon jahrzehnte lang, dass behinderte auch pipi machen müssen, aber kaum ein gastgewerbebetrieb kümmert sich darum, dass es entsprechende anlagen gibt.
    in anderen angelegenheiten wird nicht so larifari gehandelt, auch wenn es was kostet. ich erinnere nur an das raucherproblem. das hat den gastwirten auch was gekostet, die räume zu trennen etc. aber es wurde – trotz murrens – gemacht, weil das gesetz sonst empfindliche strafen vorgesehen hätte.
    das behindertengleichstellungs-„gesetz“ allerdings sieht keinerlei strafen vor. die diskriminierenden können sich aussuchen, ob sie was gegen die diskriminierung tun wollen oder nicht.

  • @anonym:

    Ich bezweifle, dass eine „Ich will alles, und das sofort!“-Haltung uns hier weiterbringt. Wenn ich mal kurz eine halbe Stunde eine Melange in der Sonne genießen will, geht das ja bei etwas Vorplanung idR auch ohne WC. Das soll nicht heißen, dass wir den Kampf um Rollstuhl-WCs aufgeben sollen, aber eine gewisse Reihung der Wünsche wäre sinnvoll. Podeste kann die Gemeinde, wenn sie will, mit einem Federstrich verbieten. Und es würde den Betrieben nicht nur nichts kosten (im Gegensatz zum WC), sondern sogar was ersparen. Dieses Ziel wird man also leichter und daher früher erreichen können. Es mit der komplizierteren und teureren Umrüstung der WCs zu junktimieren wäre also kontraproduktiv. Deswegen bekommen wir die WCs nicht früher, aber die Schanigärten später.

  • Was nützt mir ein barierefreier Schanigarten wenn ich nicht auf Klo kann ?

  • >Podeste nur bei Schanigärten in der Parkspur
    sowie bei starkem Längs- oder Quergefälle des Gehsteigs erlaubt, um einen Niveauausgleich zu schaffen. Sie sollen, abhängig vom Straßengefälle, maximal eine Höhe von 18 cm aufweisen.

    1. „In der Parkspur“: OK, das bringt uns sogar was
    2. „starkes Längs- oder Quergefälle des Gehsteigs“: das Gefälle muss man da meist mit der Wasserwaage suchen, von stark ist idR keine Rede
    3. „18 cm“ sind wohl ein schlechter Witz
    4. Selbst wenn die Regeln besser wären, würden sie ohne tatsächliche Kontrolle der Einhaltung nichts nutzen.