Lesen und Schreiben mit sechs Punkten

Vor 185 Jahren erfindet Louis Braille die Blindenschrift und schenkt damit blinden Menschen Zugang zu Bildung und Wissen.

Blinde Studentinnen in Äthiopien lernen Brailleschrift
Licht für die Welt

„Licht für die Welt“ macht am heutigen Welt-Braille-Tag darauf aufmerksam, dass die Blindenschrift nach wie vor unverzichtbar ist und vor allem in Entwicklungsländern noch großer Bedarf besteht.

Ein Punktesystem aus zwei neben einander stehenden Dreierreihen, die einer Sechs auf dem Würfel gleichen, lässt 64 Kombinationen für Buchstaben und Zahlen zu, einschließlich des Leerzeichens. Es ist einfach und genial – der damals 16-jährige blinde Louis Braille schafft mit der Punktschrift dieselben Bildungsmöglichkeiten für blinde Menschen, wie Sehende sie haben. Erst nach Brailles Tod 1852 wurde die Punktschrift in Frankreich offiziell an Blindenschulen eingeführt, in Österreich 1873.

Welt-Braille-Tag heute, am 4. Jänner

Weltweit gibt es 37 Millionen blinde Menschen, 90 Prozent davon leben in Entwicklungsländern. Heute zielen viele Projekte von ‚Licht für die Welt’ darauf ab, Kinder und Jugendliche durch Blindenschrift und integrative Erziehung in die Gesellschaft einzubinden und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben.

Viele blinde Kinder haben keinen Zugang zu Schulen, an denen sie lernen können und die Hilfsmittel, die sie benötigen, stehen oft nicht zur Verfügung. Während im Computer-Zeitalter viele Blinde in Europa den PC nutzen, stehen in Entwicklungsländern nicht einmal genügend Blinden-Schreibmaschinen zur Verfügung.
‚Licht für die Welt’ fördert im Jahr 2009 16.500 Kinder mit Behinderungen, die meisten von ihnen in Gemeindenahen Rehabilitationsprogrammen in Afrika.

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