LH Haider: Sehbehinderte Juristin erhält Chance im Landesdienst

Angebot der Mitarbeit im Unabhängigen Verwaltungssenat - Entsetzen über Karriere-Barrieren für behinderte Menschen

Der Fall der sehbehinderten Juristin Andrea Zweibrot aus Spittal/Drau erhält eine positive Wendung. Sie könne als Juristin im Landesdienst tätig werden, bot heute Landeshauptmann Jörg Haider Hilfe an. Die 29-jährige wollte nach erfolgreicher Beendigung der Gerichtspraxis die Richterlaufbahn einschlagen, erfuhr allerdings kurz vor der Übernahmeprüfung, dass sie zu dieser nicht antreten dürfe.

Das Oberlandesgericht Graz argumentierte, dass sie zwar die fachliche, nicht aber die körperliche Eignung mitbringe. Haider zeigte sich „entsetzt“ über diese „Barrieren, die der sehbehinderten Juristin in den Weg gelegt wurden“.

Wie Haider mitteilte, soll Zweibrot vorerst in der Rechtsdokumentation und bei der Entwicklung der tragenden Leitsätze für die Urteils- und Entscheidungsfindung im Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) als Landesverwaltungsgericht mitarbeiten. In den nächsten Jahren hätte sie die Möglichkeit, die Verwaltungsprüfung abzulegen, womit für sie auch die Voraussetzungen geschaffen wären, in voller Richterfunktion bei Verfahren mitzuwirken.

„Ich habe auch schon mit Dr. Josef Stotter, dem Präsidenten des Verwaltungssenats gesprochen, der diesem Vorhaben sehr positiv gegenübersteht“, so der Landeshauptmann.

Andrea Zweibrot könne, wie Haider meinte, beweisen, dass „richterliche Tätigkeiten auch für Sehbehinderte möglich sind“. „Danach wird es für die Zuständigen in ganz Österreich bei ähnlichen Fällen keine Ausreden mehr geben“, sagte der Landeshauptmann.

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