Licht für die Welt: „Entwicklungsziele werden behindert!“

Wie "Licht für die Welt" auf einer Pressekonferenz bekannt gibt, gefährdet die fehlende Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen das Erreichen der Milleniums-Entwicklungsziele.

Der 8-jährige Quahiza aus Tansania
Licht für die Welt

„Behinderte Menschen sind derzeit von Entwicklungsprozessen weitgehend ausgeschlossen, fundamentale Menschenrechte wie Grundbildung und Basisgesundheitsversorgung werden ihnen vorenthalten.

Damit ist sieben Jahre nach dem Milleniumsgipfel der Vereinten Nationen im Jahr 2000 das Erreichen der Entwicklungsziele bis 2015 massiv gefährdet“, warnte Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer von „Licht für die Welt“, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Care Österreich, Caritas, dem Österreichischen Roten Kreuz und SOS-Kinderdorf zur Halbzeitbilanz der Millenniums-Entwicklungsziele.

Nach Schätzungen der WHO gibt es weltweit 650 Millionen Menschen mit Behinderung, wovon mehr als 500 Millionen in Entwicklungsländern leben.

Die Organisation „Licht für die Welt“ sieht einen eklatanten Zusammenhang zwischen Behinderung und Armut: „Es besteht eine dramatische Wechselbeziehung zwischen Armut und Behinderung: Das Familieneinkommen sinkt, weil behinderte Familienmitglieder weniger dazu beitragen können und darüber hinaus auf die Betreuung durch Angehörige angewiesen sind. Gleichzeitig muss die Familie die Kosten für medizinische Behandlungen, Therapien und Hilfsmittel tragen“, so Roniger.

Roniger stellt weiters fest, dass die Milleniums-Entwicklungsziele nur dann erreicht werden können, wenn Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsprozesse einbezogen werden. Am 30 März 2007 unterzeichnete Österreich die „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung“.

Diese, neu geschaffene Grundlage, soll für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit die Verpflichtung bringen, dass in allen Programmen und Projekten, die für die Erreichung der Milleniums-Entwicklungsziele relevant sind, Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden. „Licht für die Welt“ fordert deren Umsetzung. Auch solle sich Österreich auf der Ebene der Europäischen Union und der internationalen Organisationen aktiv für die Belange behinderter Menschen einsetzen.

Noch bleibe eine Halbzeit, die in diesem Sinne genutzt werden könne, so Roniger abschließend.

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