Life Ball 2010

Am 17. Juli 2010 findet der 18. Life Ball im Wiener Rathaus und im Burgtheater statt. Der Life Ball - Europas größter Aids-Charity-Event - findet jährlich seit 1992 im Wiener Rathaus statt.

Symbolbild Life Ball 2010
Anlavaro Design

„Das Organisationsteam hat es sich vordringlich zur Aufgabe gemacht, möglichst große finanzielle Summen zu lukrieren, die jeweils zur Hälfte nationalen Hilfsprojekten und – über Kooperationen mit internationalen Organisationen wie der American Foundation for Aids Research (amfAR) – Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten der Welt zugute kommen.“ – so lautet die Selbstbeschreibung dieser medienwirksamen und bunten Veranstaltung.

Barrierefreiheit

Bei der Eröffnungsveranstaltung am Rathausplatz sind heuer zwei Podeste für je 10 RollstuhlfahrerInnen und jeweils 1 Assistenz vorhanden. Dieses Angebot wurde aufgrund der Tatsache, dass letztes Jahr das Podest zur Freude ALLER mehr als gerammelt voll war, verdoppelt.

Nachdem in den vergangenen Jahren das vorhandene Podest nicht sehr schön und teilweise recht schwierig zu erreichen war, sind heuer die 2 Podeste an das VIP Parkett am Rathausplatz angeschlossen. Dadurch besteht die Möglichkeit der Zufahrt sowohl von der Lichtenfelsgasse wie auch von der Feldstraße aus.

Die Zufahrten zu den Rollstuhlpodesten sind deshalb heuer über die Ticketeingänge Felderstraße und Lichtenfelsgasse möglich. Daher bitte unbedingt nur zu diesen Eingängen anrollen, da es keine andere Möglichkeit gibt, sonst auf eines der beiden Podeste zu kommen. Unsere Sicherheitsleute werden RollstuhlfahrerInnen zu den Plätzen begleiten.

Wir wissen nicht, wie viele RollstuhlfahrerInnen, die auch ein Ticket haben, die Podeste benutzen wollen. Wir müssen aber bei Bedarf diesen Personen einen Platz auf einem der Podeste anbieten. Deshalb gilt heuer nicht – wer zuerst kommt hat einen guten Platz.

Ich kann nicht einschätzen, ob die doppelte Anzahl von Plätzen für alle RollstuhlfahrerInnen reichen wird. Wer also kein Life Ball Ticket hat, darf (kann, wenn die Plätze ausreichen, ebenfalls im VIP-Bereich einen Rollstuhlstellplatz benutzen. Die jeweiligen Assistenzen haben ihre Stehplätze am Podest ausschließlich hinter der letzten RollstuhlfahrerInnenreihe, dadurch wird eine eventuelle Sichteinschränkung für RollstuhlfahrerInnen automatisch verhindert. Plätze für Assistenzen neben den RollstuhlfahrerInnen gibt es also nicht.

Selbstverständlich wird gibt es auch wieder Dolmetschung in Österreichischer Gebärdensprache.

Die Eröffnung des Life Balls 2010 beginnt um 22 Uhr. Es ist aber unbedingt erforderlich, rechtzeitig zu kommen, damit der Weg vom Ticketeingang zum Rollstuhlpodest ohne Gedränge erreicht werden kann. Persönlich kann ich allen nur raten, um 20.00 Uhr schon da zu sein, dann könnt ihr nicht nur die Eröffnung und Modenschau hautnah erleben, sondern auch die gestylten BallbesucherInnen. Einlass ist ab 20 Uhr.

Verbesserungen

Ich habe dem Lifeball-Team vor dem Ball 2009 erzählt, wie schwer es in den letztes Jahren war (wenn es überhaupt jemand schaffte), zum Rollstuhlpodest zu kommen. Die Reaktion darauf, dass das Rollstuhlpodest direkt ins Festgelände verlegt wurde. Diese Verbesserung beim Life Ball 2009 wurde super angenommen. Das Rollstuhlpodest war voll besetzt und wir hatten eine super Sicht.

Heuer ist es noch leichter zu den Podesten zu kommen und die sind direkt neben den VIP Parkett aufgebaut (siehe Plan). Ich freu‘ mich so, dass das Life Ball-Team alles getan hat, damit wir RollstuhlfahrerInnen nicht nur mehr Plätze, bessere Zufahrtmöglichkeiten, sondern auch einen tolle Nah-Sicht auf die Bühne haben. Das Life Ball-Team hat alles getan, dass RollstuhlfahrerInnen den Life Ball 2010 gut erreichen und genießen können und freut sich riesig, wenn heuer die doppelte Anzahl an RollstuhlfahrerInnen kommen und die Podeste wirklich voll mit uns werden.

Bitte kommt daher recht zahlreich. Einerseits weil auch ihr euch die Eröffnung des 17. Life Balls am Rathausplatz nicht entgehen lassen solltet und anderseits weil die Rollstuhlpodeste mit uns 20 RollstuhlfahrerInnen gut ’befüllt’ sein, also nicht ungenutzt dastehen sollen.

Eine vorherige Anmeldung für einen Rollstuhlplatz am Podest ist nicht notwendig und auch nicht möglich.

In der Nähe der Podest-Standorte sind Bars eingeplant. Getränke auf kurzem Weg zu holen (holen zu lassen), wird daher auch leicht möglich sein. Das Rollstuhl-WC bei der Zufahrt Lichtenfelsgasse im Rathauspark ist ebenfalls in unmittelbarer Nähe.

Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass der Einlass ins Ticketgelände zum Rollstuhlpodest im VIP Parkett für RollstuhlfahrerInnen plus jeweils 1 Assistenzbegleitung kostenfrei ist. Für den anschließenden Einlass ins Rathaus ist ein Life Ball-Ticket notwendig. Für alle, die kein Ticket haben, der Ball ist seit Wochen ausverkauft, es gibt also keine Life Ball-Tickets mehr. Der Einlass ins Rathaus wird separat kontrolliert und ist nur mit gültigem Ball-Ticket möglich.

Wer ein Life-Ball Ticket hat, rollt anschließend ins Burgtheater oder ins Rathaus

Noch wichtige Daten

Zugang Lichtenfelsgasse (R1)/Felderstraße (R2) lt. Plan. Ab 20 Uhr ist der Zugang bzw. die Einfahrt für RollstuhlfahrerInnen möglich.

Um ein Chaos und Drängen/Anstellen zu vermeiden, sind ausschließlich diese beiden Zufahrten (Eingänge) zu verwenden. Ende der Show am Rathausplatz ist um ca. 00.30 Uhr

Wir, das Life Ball-Team, freuen uns, wenn auch heuer viele RollstuhlfahrerInnen kommen und die Plätze auf den Podesten wieder komplett voll besetzt sind.

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0 Kommentare

  • Beim Besuch des circus soleil schon vor ein paar Jahren in Wien (Zelt) war es selbstverständlich das die Plätze von Rolli und Begleiter nebeneinander waren (mit bester Sitzgelegenheit). Es ist schon sehr mühsam wenn jeder Veranstalter in dieser Situation sein eigenes „Süppchen“ kocht. Wäre einfach zu lösen, wenn es immer gleiche Voraussetzungen gäbe, der VIP-Bereich z.B. ist immer automatisch vorhanden.

  • Die GebärdensprachdolmetscherInnen werden links auf der Bühne stehen und auf allen LED Screens im Eck sichtbar sein (also Bild im Bild).

  • bin gespannt, ob heuer die gebärdesprachdolmetschung auf dem vorangekündigten platz bleibt. die letzten jahre wurde in der letzten minute immer anders überlegt: z.b. letztes jahr war fix vereinbart, das die dolmetscherinnen links auf der küzreren ende von der aidsschleife stehen werden und die orf kamera war auch schon aufgebaut für die dolmis. nun plötzlich standens ganz rechts. die ganze gl-gruppe waren aber links in der menschenmenge … ist leider nicht sehr lustig gewesen! hoffe, heuer passiert das nicht! wäre sehr schön!

  • Hallo andrea, natürlich könnt ihr zwei auch kommen, es geht darum, dass „nur“ eine Begleitung dabei sein kann. Wer das ist, ist völlig egal. Ich hoffe wir sehen uns. Dass ich immer den Begriff „Assistenz“ hernehme hat sich daraus ergeben, dass viele RollstuhlfahrerInnen mit Assistenz kommen. Werde nächsten JAHR den Begriff „Assistenz“ durch Begleitung ersetzen. Herzliche Grüße Thersia

  • Liebe Theresia, ich findes es toll, was du bzgl. Rollstuhlplätze bei diesem riesen Spektakel life ball geschafft hast. Das was mich und meinen Mann sehr schmerzt, ist die Annahme, dass es nur RollstuhlfahrerInnen mit Assistenz gibt und nicht mit Ehmann/Ehefrau oder LebenspartnerIn oder Freunde. Wenn wir gemeinsam diesen Event besuchen wollen, wollen wir auch gemeinsam plaudern und gemeinsam diese Eindrücke aufsaugen. Dass können wir sehr schwer, wenn ich hinter ihm stehen muss und wahrscheinlich noch 2-3 Reihen Rollis vor mir habe. Zusätzlich habe ich eine Unterschenkelprothese, was das stundenlange Stehen nicht gerade angenehm macht. Ich bin es leid als seine Frau ständig auf „Nothockern“ irgendwo hinter ihm geduldet zu sein – und auch wirkliche Assistenzbegleitungen haben das Recht als gleichwertige Menschen und Begleitpersonen zu gelten, deren Interesse ebenfalls am besuchten Ereignis, Konzert, etc. liegt und nicht nur in der „Pflege und Aufsicht des Patienten“. Gleichbehandlung heißt für mich auch, Partnerschaften und Freundschaften von RollstuhlfahrerInnen mit „Gehern“ zu akzeptieren und die Vorstellung vom Duo Krankenschwester und Patient endlich endgültig zu streichen. Meine Reaktion ist deshalb so stark, da uns das fast jedesmal passiert, wenn wir gemeinsam etwas Unternehmen wollen. Wenn wir als Betroffene nicht umdenken, wie können wir es dann von den Nichtbehinderten verlangen?? mfg, Andrea