Literaturpreis Ohrenschmaus 2008

Preisträgerinnen und Preisträger wurden 9. Dezember 2008 in der Oval Halle im Wiener Museumsquartier im Rahmen eines feierlichen Festaktes ausgezeichnet.

Siegerehrung Ohrenschmaus 2008
Bergmann, Susanne

Aufgrund des großen Erfolges im letzten Jahr wurde heuer zum zweiten Mal der Literaturpreis Ohrenschmaus vergeben. Die namhafte Jury hat aus über 100 Einsendungen die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Literaturpreises für Menschen mit Lernbehinderungen ermittelt.

Preisverleihung

Der Gewinner der Kategorie Lebensberichte Jürgen Bonner lebt in Bludenz und ist 26 Jahre alt. Er arbeitet seit 1999 im „Lädele“ der Caritas-Werkstätte Bludenz. Gewonnen hat er mit dem Text „Ich bin Jürgen, ein Genie“.

Die Kategorie Prosa gewann Marek Janta, der in Wien lebt. Er erfindet gerne Geschichten, singt und hört oft Musik. Seine Muttersprache ist Polnisch. Ausgezeichnet wurde sein Text „Das große Herz“.

Der Preis für die Kategorie Lyrik wurde heuer ausgesetzt.

In Anspielung auf die von immer mehr Menschen kritisierte Aktion „Licht ins Dunkel“ schloss Dr. Franz-Joseph Huainigg die Preisverleihung mit den Worten, dass „dieser Preis ein anderes Licht auf behinderte Menschen wirft“.

Wer steht hinter dem Literaturpreis Ohrenschmaus?

Hinter „Ohrenschmaus“ steht ein Organisationsteam, das sich auf Initiative Dr. Franz-Joseph Huainiggs gebildet hat. Alle vertretenen Organisationen engagieren sich in ihrer Tätigkeit für Menschen mit Behinderung: Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe Österreich, SOB 31 und Vienna people first. Den Ehrenschutz hat der Schriftsteller und Autor Felix Mitterer übernommen.

Zu den weiteren Jurymitgliedern zählen Kurt Palm, Heinz Janisch, Eva Jancak, Barbara Rett und Friedl Hofbauer, sowie zwei Preisträger des letzten Jahres, Andreas Burtscher und Herbert Offenhuber.

„Schriftsteller sitzen nicht immer im ‚literarischen Elfenbeinturm‘. Manchmal schreiben sie im Schlafzimmer einer Wohngemeinschaft, in einer geschützten Arbeitsstätte oder im Gemeinschaftsraum eines Heimes. Manche schreiben ihre Texte alleine, andere diktieren sie ihren AssistentInnen oder BetreuerInnen. Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Lernbehinderungen werfen oft einen besonderen Blick auf die Welt, ihre Texte bieten Überraschungen und stellen hochwertige Literatur dar. Doch die meisten Texte erblicken nicht das Licht der Öffentlichkeit, landen in Schubladen oder werden als ‚Therapie-Produkte‘ abgetan“, ist auf der Webseite von Ohrenschmaus zu lesen.

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