LIVE im Internet: „Zeit im Bild“ mit Gebärdensprache

Der ORF wird wegen mangelnder Barrierefreiheit seines Internetangebotes gerügt. Und dies zurecht. Nun beginnt er mit Verbesserungen. Erster Punkt: "ZiB 1" mit Österreichischer Gebärdensprache live im Internet.

Zeit im Bild mit Gebärdensprache im Internet
BIZEPS

Laut Behindertengleichstellungsgesetz dürfen behinderte Menschen bei Dienstleistungen nicht diskriminiert werden. Dies betrifft natürlich auch den ORF.

Ing. Lukas Huber hat im Herbst 2007 – mit Unterstützung von BIZEPS – ein Schlichtungsverfahren mit dem ORF eingeleitet, weil ihn als gehörlosen Konsumenten die nicht barrierefreien Internetangebote des ORF diskriminieren.

„ZiB“ mit Gebärdensprache im Internet

Ein Punkt der Schlichtung befasst sich mit der Sendung „ZiB1“ mit Dolmetschung in Österreichische Gebärdensprache, die täglich im digitalen ORF 2E Kanal ausgestrahlt wird. Auf der video-on-demand Webseite des ORF haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Sendungen wie „ZiB1“, „ZiB2“, usw. – also jene Beiträge, die bis zu 7 Tage zurückliegen – auszuwählen und zuzuschauen bzw. zuzuhören.

Dieser Punkt wurde vom ORF Ende November 2007 aufgegriffen. „Die Direktion Online und neue Medien wird die ZiB um 19.30 Uhr mit Gebärdensprache (ZiB von ORF 2 E) mit Jahresbeginn streamen: die ZiB mit Gebärdensprache ist dann als Livestream und als on demand-Angebot im ORF.at-Netzwerk (dzt. tv.ORF.at/ondemand) abrufbar“, kündigt Hannes Märk (ORF) an.

Am 6. Jänner 2008 fragte BIZEPS im Auftrag von Lukas Huber nach, „wann mit der Einhaltung der Zusage zu rechnen ist“. Tags darauf wurde die „Zeit im Bild“ um 19.30 Uhr im Internet teilweise gedolmetscht gesendet. Doch eine Reihe von Pannen und lange Strecken ohne Dolmetschung prägten diesen Testlauf.

Nun online!

Am 9. Jänner 2008 konnte die „Zeit im Bild 1“ im Internet mit Gebärdensprachdolmetschung betrachtet werden. Für Lukas Huber ist dies „erfreulich“.

Es ist zu hoffen, dass dies nun der Start des Regelbetriebes dieses wichtigen Services des ORF ist. Mit dem vom ORF im Internet angebotenen Archiv wird es dann möglich sein, die „Zeit im Bild 1“-Sendungen der letzten Woche mit Gebärdensprache anzusehen.

Untertitelungen fehlen

„Bei der Schlichtung, die ich eingeleitet habe, geht es allgemein um die fehlende Barrierefreiheit der ORF-Website www.orf.at“, begründete Huber damals. Besucherinnen und Besucher der ORF-Website können vertonte Videofilme auf den Webseiten video-on-demand und IPTV vom ORF täglich abrufen und abspielen. „Ich kann den gegebenenfalls gesprochenen Inhalt der Filme nicht wahrnehmen, da es nicht möglich ist, Untertitelung extra einzublenden bzw. wird es von der ORF-ON Redaktion nicht angeboten“, hielt er fest.

In den nächsten Schlichtungssitzung Anfang Februar werden diese Punkte ausführlich besprochen und es bleibt zu hoffen, dass der ORF den nun eingeschlagenen Weg zur Herstellung der Barrierefreiheit seines Internetangebotes zügig fortsetzt.

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0 Kommentare

  • da ist gar keine dolmetschung online …

  • Vergesst endlich den ORF, den gibt’s hoffentlich nicht mehr lang. Die Frequenzen werden frei, es kann nur besser werden!