Mängel in der Absicherung großteils auf Unachtsamkeit zurückzuführen

ÖVP-Praniess-Kastner ad Baustellensicherheit: Sorglosigkeit der Stadt ist für Bürger/innen gefährlich!

keine Baustellenabsicherung
Ertl, Ing. Günther

Zum Beginn der Baustellensaison erinnerte heute die Sprecherin für Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner, alle verantwortlichen Stellen der Stadt Wien an die Einhaltung der Vorschriften zur korrekten Absicherung von Baugerüsten und Künetten. Wie dringend Wien beim Thema Sicherheit auf der Baustelle aufholen müsse, wurde nach einer Kurzführung durch die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ deutlich.

„Blinde und sehbehinderte Bürger/innen berichten mir mehrfach, dass sie im öffentlichen Raum mit einer Vielzahl von gefährlichen Barrieren konfrontiert sind“, warnt die ÖVP-Politikerin. Nach Angaben der zuständigen MA 46 weisen nicht weniger als 98 Prozent (!) der kontrollierten Baustellen teils erhebliche Mängel auf, was die Absicherung betreffe.

Dieser katastrophale Zustand gehöre rasch korrigiert. Dazu zähle auch eine entsprechende Sensibilisierung von Mitarbeiter/innen der einzelnen Magistratsabteilungen und der Bezirksmandatar/innen, die für die Kommissionierung von Baustellen zuständig sind.

„Barrierefreie Wieden“ muss Vorbild für ganz Wien werden

Sie wünsche sich für alle Bezirke ein ähnliches Konzept wie es vor Jahren von Bezirksvorsteherin Susanne Reichard für die Wieden erarbeitet wurde. Dort gebe es zum Beispiel spezielle Schulungen für die Bezirksrätinnen und Bezirksräte in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität und mehreren Behindertenorganisationen zum Thema „Barrierefreiheit“.

Bei der Genehmigung von Baustellen sei damit sichergestellt, dass die vorgeschriebenen Absicherungsmaßnahmen auch umfassend umgesetzt wurden. Dadurch spare man Zeit und Kosten und sorge zugleich für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, betont Praniess-Kastner.

SPÖ-Stadtregierung muss Präventionsmaßnahmen forcieren!

Die Stadt Wien müsse deutlich mehr Initiative zeigen, so die ÖVP-Mandatarin, denn derzeit sei man bei Baustellen großteils auf die nachträgliche Meldung von Mängeln durch die Bürger/innen angewiesen. Es könne jedoch nicht sein, dass teilweise verheerende Fehler mehr oder weniger „standardmäßig“ via Hotline erst im Nachhinein korrigiert werden.

„Mängel in der Baustellenabsicherung, die aufgrund von Unachtsamkeit entstehen, lassen sich durch entsprechende präventive Schulungen aller Betroffenen gemeinsam mit Expert/innen aus den Behindertenverbänden rasch abstellen. Die Zahl an schweren Unfällen wird dadurch effektiv gesenkt. Ich verstehe nicht, wieso die SPÖ-Stadtregierung bisher keine nachhaltige Strategie für mehr Sicherheit bei Baustellen vorlegen konnte. Abwarten bis Betroffene tätig werden oder bis Unfälle passieren ist definitiv keine Lösung, das sollten auch Finanzstadträtin Brauner und Planungsstadtrat Schicker endlich einsehen“, so Praniess-Kastner abschließend.

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4 Kommentare

  • @anonym: Das stimmtmt nicht ganz. Manche Städte vor allem in Skandinavien sind diesbezüglich wesentlich weiter – jedoch was Österreich betrifft, ist die Novellierung der Wiener Bauordnung (2005) u.a. dank Prof. Erika Stubenvoll und DI Peter Groiss besser als andere Städte in der Alpenrepublik. An der Kontrolle mangelt es.

  • Schulungen sind das eine, gesetzliche Maßnahmen gegen Firmen wären aber ebenso wichtig. Gerade am Bau wird nur das gemacht, was gemacht werden muss, weil es sonst Sanktionen setzt. Da ist Wien nicht anders als alle anderen Städte!

  • OK – Wieden ist ein – flächenmäßig – kleiner Bezirk. Solche Schulungen wurden laut eines Bezirks- Sekretärs -Rates von den „Grünen“ in Meidling von der Stadt Wien gar nicht angeboten. Er meine weiter, er hätte gerne mehr Ahnung von Barrierefreiheit.
    Auch für „Rollies“ und Rollatorenbenutzer gibt es gefährliche „Fallen“. BAWAG Filiale Heiligenstadt: 2 cm Stufe – leicht zu korrigieren – Unachtsamkeit – aus dem Rollstuhl gefallen! – Oder Gehsteige mit Frostschäden – kleinen Stufen im Gehsteig – Unfallgefahr für diese Bevölkerungsgruppe – bei alten Menschen heilen Knochenbrüche schwerer und enden dann auch oft tödlich. Aber vielleicht isr auch das gewollt (eine böse Unterstellung meinerseits).