Mahnwache persönlich!

"... So - damit ich auch nicht sagen kann, ich hab's übersehen, hat er es zur Sicherheit gestern abend noch einmal geschickt :-( ..."

Bettina Vollath
SPÖ

Er bin in dem Fall ich, Wolfgang Mizelli. Ich bin Mitorganisator der Mahnwache „Österreich behindert Menschen“.

Das obige Zitat ist die irrtümlich Antwort (an mich statt an ihr Büro) einer verantwortlichen steirischen Politikerin auf eine Einladung, uns bei der Mahnwache zu besuchen, mit ihr zu diskutieren und gegebenenfalls zu unterstützen: Ihr Name: Frau Doktorin Bettina Vollath. Ihre Funktion: Landesrätin für Finanzen und Integration.

Ich habe keine Ahnung, wieviel ihrE PR-BeraterIn verdient, aber der oder die ist das Geld nicht wert. Abgesehen davon, dass frau in politischer Funktion nicht so mit VertreterInnen ihres Souveräns umgeht.

Ich bezahle mit Millionen anderen über unsere Steuern ihr Gehalt, abgesehen davon bin ich als Mitglied des österreichischen Volkes ihr Souverän, ergo ihr Chef.

In der Privatwirtschaft ist die Beleidigung des Chefs, der Chefin ein Entlassungsgrund. Und schon manche Politikerin und mancher Politiker ist über peinliche Aussagen gestolpert. Andere PolitikerInnen der steirischen Regierungsfraktionen reagierten ebenso peinlich mit großem Schweigen. Auch hier die Frage: Was verdienen ihre PR-BeraterInnen?

Ich bin nun lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass PolitikerInnen immer Angst haben, mit den Auswirkungen ihrer Entscheidungen konfrontiert zu werden. Fehler eingestehen, tut weh. Und wenn es dann auch noch Krüppel sind, die auf der Straße stehen, ist es auch noch peinlich. Wir warten immer noch auf ein Gespräch.

VertreterInnen des Volkes wollen mit der von ihnen bestellten Regierung reden. Auch hier wieder: In der Privatwirtschaft ist das Ignorieren des Chefs schlecht für die Karriere. Von unseren VertreterInnen im Landtag war bis 16. Juni lediglich Ingrid Lechner-Sonnek von den Grünen zu Besuch.

Die Reaktionen des eigentlichen Souveräns, der steirischen Bevölkerung, auf unsere Mahnwache sind positiv. „Weiter so!“, „Gut, dass ihr hier steht!“ und ähnlich lauteten die Aussagen. Das heißt für mich aber auch, wir machen weiter.

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0 Kommentare

  • @Elisabeth List: Vollinhaltliche Zustimmung zu Ihrem Kommentar

  • Ich finde auch, dass die Positionen Politiker/Souverän viel zu oft verkannt werden, und dass wir viel mehr darauf pochen müssen, dass wir die sind, die anzuschaffen haben, denn, wer zahlt, schafft an!

  • Es sollte mehr Leute geben, die selbstbewusst und lautstark auf ihre Rechte als staaqtsbürgerinmnen aufmerksam machen. Und sie – wir – sollten solange damit nicht aufhören, bis wir nicht nur Gehör finden, sondern dass tatsächlich etwas geschieht, bis krasse Uunrechtszustände behoben sind. Deshalb: Weiter so! Die Mahnwache war ein guter Anfang!

    Elisabeth List, Teilnehmerin

  • Typinnen wie diese unnötige Quotenfrau sind es, die für die unzureichende Qualität der politischen Klasse stehen. Weil in der Politiker nur solche Typen zu finden sind, geben sich schon lange keinen guten, qualifizierten Personen mehr her für politische Mandate. Mit so etwas möchte man weder verwechselt noch in Zusammenhang gebracht werden. Vielleicht kann die Einführung eines Mindest-IQ’s kurzfristig Abhilfe schaffen