Man hat nur eine Hundertstelsekunde

Es herrscht die typische Geräuschkulisse eines Nachwuchsfußballspiels - doch für den Schiedsrichter ist das Spiel wie ein Stummfilm.

Rote Karte beim Fußball
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Unter dem Titel „Fußballspiel in totaler Stille“ berichten die Salzburger Nachrichten am 2. November 2011 vom Werdegang des gehörlosen Schiedsrichter Gerald Holzer. Derzeit pfeift er Spiele von Kindern.

„Das Pfeifen ist eine neue Herausforderung für mich“, sagt er der 23-jährige Salzburger, der Mathematik studiert. Die Aufgabe eines Schiedsrichters ist schwierig. „Man hat nur eine Hundertstelsekunde, um etwas aufzunehmen. Weil Zeitlupe kann ich keine abspielen“, wird er in den Salzburger Nachrichten zitiert.

„Unser erster Gedanke war: Das wird sicher schwierig“, erinnert sich Mario Weghofer, Nachwuchsreferent der Salzburger Schiedsrichter. „Jetzt sind wir froh, dass wir ihn haben.“

Regulativ des Weltverbands FIFA

„Ob Gerald Holzer auch bei älteren Jahrgängen und vielleicht sogar einmal bei Kampfmannschaften Spiele leiten darf, steht in den Sternen“, ist dem Artikel der SN zu entnehmen, denn „das Regulativ des Weltverbands FIFA, erlaubt eigentlich keine Hörgeschädigten als Schiedsrichter.“

„Dabei reden sie immer davon, gegen Diskriminierung zu kämpfen“, ärgert Gerald Holzer sich.

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