Marriott International zur Beseitigung von Hindernissen bei der Reservierung von barrierefreien Zimmern verpflichtet

Die Marriott-Hotelkette ist eine der weltweit größten Hotelketten. Aufgrund einer Vereinbarung im Juni 2024 mit der US-Staatsanwaltschaft für den Bezirk Colorado verpflichtet sich das Unternehmen, seine Reservierungsrichtlinien und -praktiken barrierefreier zu gestalten.

Modernes Schlafzimmer mit Bett in Brauntönen.
Jonathan Borba

Nachdem die US-Staatsanwaltschaft mehrere Beschwerden bezüglich des Reservierungssystems der Hotelkette Marriott von Menschen mit Behinderungen erhalten hatte, wurden Untersuchungen eingeleitet.

Diese ergaben, dass das zentralisierte elektronische Reservierungssystem der Hotelkette für viele seiner Hotels nicht die im Americans with Disabilities Act (ADA) geforderte Mindestanzahl an barrierefreien Zimmern enthielt.

Auch gab es Hotels, in denen überhaupt keine barrierefreie Zimmer angeführt waren. Außerdem enthielt die Internetseite laut Staatsanwaltschaft keine leicht zugänglichen Informationen über barrierefreie Zimmer.

Ein weiteres Problem war, dass man die Reservierung von barrierefreien Zimmern der Hotelmarke nicht über Internetseiten von Drittanbietern wie z.B. Expedia.com oder Booking.com vornehmen konnte.

Gleichberechtigung bei der Reservierung von barrierefreien Zimmern

Laut einer Verordnung des ADA, die auch als „Reservation Rule“ bekannt ist, sind Hotels verpflichtet, dass Reservierungen für barrierefreie Zimmer auf die gleiche Art vorgenommen werden können wie für andere Zimmer.

Eine weitere Vorschrift besagt, dass Hotels verpflichtet sind, eine Mindestanzahl an barrierefreien Zimmern bereitzustellen und eine Auswahl an verschiedenen Arten von barrierefreien Zimmern anbieten müssen.

Die Vorgangsweise der Marriott-Hotels bei den Reservierungen stellt also einen Verstoß gegen den Americans with Disabilities Act dar.

Marriott stimmt Vergleichsvereinbarung zu

Im Zuge der Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft stimmte die Marriott-Hotelkette einer Vergleichsvereinbarung zu. Wie auf disabilityscoop.com berichtet wird, wird das Marriott eine Zivilstrafe in Höhe von 50.000 $ zahlen.

Zudem werde eine Reihe Veränderungen bei den Reservierungsrichtlinien und -praktiken der Marriott-Hotelkette vorgenommen werden. Diese lauten wie folgt:

Alle Hotels der Marke Marriott werden den Bestand an barrierefreien Zimmern im zentralen elektronischen Reservierungssystem genau auflisten. Auch soll der Bestand an barrierefreien Zimmern der Marke Marriott auf den großen Hotelreservierungsinternetseiten von Drittanbietern zur Verfügung gestellt werden.

Es sollen zusätzliche Zimmer über das Bonvoy-Punktesystem des Marriott zur Verfügung gestellt werden. Die Callcenter-Mitarbeiter:innen werden im Umgang mit Anfragen nach barrierefreien Zimmern geschult, Beschwerden von Gästen über Probleme bei der Reservierung werden genau verfolgt.

Zudem wird von Hotels der Marke Marriott verlangt, darüber zu berichten, ob sie die vom ADA vorgeschriebene Mindestanzahl an barrierefreien Zimmern einhalten.

„Die Vereinbarung mit Marriott International wird die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen bei der Reservierung von barrierefreien Zimmern in Hotels der Marke Marriott erheblich verbessern“, so der amtierende US-Staatsanwalt für den District of Colorado, Matt Kirsch in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Colorado.

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