Mehr Unterstützung im Alltag: Persönliche Assistenz im Freizeitbereich wird in NÖ ausgebaut

Landesrätin Rosenkranz/Landesrätin Teschl-Hofmeister: Mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen in Niederösterreich

Ortschild mit Aufdruck Niederösterreich
BilderBox.com

Ab 1. Jänner 2026 treten Änderungen der Richtlinie zur Persönlichen Assistenz im Freizeitbereich in Niederösterreich in Kraft. Trotz angespannter Budgetsituation war es ein Anliegen das Angebot zu erweitern.

Die Weiterentwicklung umfasst mehrere wesentliche Punkte: Die Zugangsvoraussetzung wird von Pflegestufe fünf auf Pflegestufe vier herabgesetzt und der Zuschuss pro Assistenzstunde steigt von bisher 22 Euro auf 24 Euro.

Zusätzlich werden Menschen mit schwerer Sinnesbeeinträchtigung neu in die Zielgruppe aufgenommen. Weder der Besuch einer Tagesstätte noch eine bestehende Erwachsenenvertretung stellen künftig ein Hindernis dar. Die Richtlinienänderungen werden am kommenden Dienstag in der Regierungssitzung beschlossen.

„Persönliche Assistenz ermöglicht Menschen mit Behinderungen Unabhängigkeit im Alltag zu gewinnen – und genau das ist unser Anspruch. Es ist uns gelungen, im Sinne der betroffenen Menschen wichtige Verbesserungen umzusetzen. Wir haben somit den Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich erweitert und die Tarife angepasst. Diese Maßnahmen stärken ihre Selbstbestimmung, erleichtern den Zugang zu Unterstützung und setzen ein klares Signal der Wertschätzung gegenüber den Assistenzkräften“, betont Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz.

„Mit dem Ausbau der Persönlichen Assistenz setzen wir einen wichtigen Schritt für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Niederösterreich. Jede Form der Unterstützung im Alltag bedeutet ein Stück mehr Freiheit – und genau hier wollen wir weiter stärken. Gleichzeitig ist es mir ein großes Anliegen, den Assistentinnen und Assistenten unsere Wertschätzung auszusprechen: Sie leisten unverzichtbare Arbeit und ermöglichen vielen Menschen ein Leben in Würde und Eigenständigkeit. Die geplanten Verbesserungen sind daher ein deutliches Signal – an die Betroffenen ebenso wie an jene, die täglich an ihrer Seite stehen“, so Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Persönliche Assistenz bedeutet ganz konkrete Unterstützung im Alltag: Persönliche Assistenten helfen dabei, in der Früh aufzustehen, zur Arbeit zu kommen, zu kochen, sich zu pflegen oder mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Diese Unterstützung ist für viele Menschen mit Behinderungen die Voraussetzung dafür, ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben führen zu können. Ziel ist es, ein selbstbestimmtes Leben langfristig abzusichern und bestehende Hürden abzubauen.

Siehe: ORF-NÖ, NÖN, Vienna Online

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  • Josef Meixner , Antworten

    28.11.2025, 09:51

    Ich habe
    Pflegestufe 4. Wieviel muss ich zuzahlen, wenn ich eine pers. Pflegeassistenz benötige? und zweite Frage: Persönliche Pflegeassistent bekommt von der Agentur 18 Euro pro Stunde, Kosten ÖGK zahlt Agentur, Einkommensteuer der Pflegeassistent. Wird dementsprechend auch der Lohn von 18 auf 20 Euro erhöht, oder gehört das Mehrgeld nur der Agentur?

  • Klaudia Karoliny , Antworten

    24.11.2025, 19:29

    Gruß auch von mir an die beiden Politikerinnen!
    Auch meine beste Freundin aus NÖ wird nach wie vor durch die beabsichtigten „Verbesserungen“ ab 1.1.2026 diskriminiert werden, arbeiten darf sie gerade noch, aber wie sie ihren sonstigen Alltag und Haushalt schafft, ist der Politik egal. Sie hat Pflegegeldstufe 3, d.h. sie hat auch Einschränkungen in den Armen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen.
    Klaudia Karoliny

  • Sonja Frischauf , Antworten

    21.11.2025, 13:56

    Liebe Grüße an die beiden Damen!
    Das Thema ist mit diesen Maßnahmen überhaupt nicht fertig gedacht, wohl erst einmal ein Tropfen auf den heißen Stein…Diskriminiert weiter viele Menschen mit Behinderung und entspricht nicht der UN Konvention. Freundliche Grüße Sonja Frischauf

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