Mein Hobby: Amateurfunk – Kontakte mit der weiten Welt

Es ist kein Problem, als Behinderter das Hobby des Amateurfunks zu betreiben. Ich als Rollstuhlfahrer habe in meinen 16 Jahren als Funkamateur viele schöne Kontakte aufgebaut, die auch nach einem Ortswechsel nicht verlorengingen.

Die erste Voraussetzung, um auf den Amateurfunkfrequenzen funken zu dürfen, ist das Bestehen einer Prüfung, die von der Postdirektion abgenommen wird. Das Wissensgebiet umfaßt Funktechnik, Betriebstechnik und Gesetzeskunde.

Wer in Physik in der Schule aufgepaßt hat und etwas technisches Verständnis aufbringt, wird beim Lernen wenig Probleme haben. Das Manuskript gibt es beim ÖVSV (Österreichischer Versuchs- und Sendeverband), 1180 Wien, Theresiengasse 11. Ich weiß noch genau, wie ich als UKW – Lizenzler begonnen habe. Mit einem tragbaren zwei Watt Gerät in der Größe eines Autoradios. Das Gerät war schwer und wurde mit 4 großen Akkus betrieben. Seitdem haben sich die UKW Geräte um vieles geändert. Durch die moderne Technik ist es heute möglich, Geräte mit mehreren Frequenzbereichen in der Größe einer Zigarettenschachtel zu bauen. Das größte dabei ist der Akku.

Durch die von Funkamateuren aufgebauten Relaisfunkstellen ist es auch mit solch kleinen Geräten möglich, weite Entfernungen zu überbrücken. Ich habe mein 2m / 70 cm Handfunkgerät meistens dabei, wenn ich mit dem Rollstuhl unterwegs bin. Mit zwei anderen Rollstuhlfahrern habe ich oft Kontakt über die Salzburger Relaisfunkstellen.

Wer größere Entfernungen zurücklegen will, muß etwas mehr Aufwand treiben. Es ist möglich, große Antennenanlagen aufzubauen. Natürlich gibt es für solche Zwecke auch große Funkgeräte, die bis zu 100 Watt Sendeleistung (legal) und viele technische Schmankerln bieten. Bei den Lizenzen gibt es zwei Stufen: Eine „kleine“ Lizenz für den UKW Bereich. Mit dieser Lizenz ist der Betrieb auf 2 m (144 MHZ – 146 MHZ), 70 cm (430 MHZ – 440 MHZ) und höher möglich. Mit dieser Lizenzklasse beginnen die meisten Funkamateure.

Die „große“ Lizenz erfordert eine Zusatzprüfung im Morsen. Dann ist der Weg in die große, weite Welt auf Kurzwelle frei. Es ist schon ein erhebendes Gefühl, die ersten Gespräche auf 20 m mit Amerika oder anderen Ländern zu führen.

Es gibt feste Zeiten, zu denen sich bekannte Kurzwellenfunker rund um den Erdball treffen. So ist jeden Nachmittag bei günstigen Funkbedingungen eine internationale Österreichrunde, in der sich Om’s (Old Man = Funkamateur) aus Österreich, Kanada und Kolumbien zu einem „Ratsch“ treffen.

Der Amateurfunk ist für Behinderte eine gute Kommmunikationsmöglichkeit, die vom Schreibtisch aus betrieben werden kann. Für den Antennenbau habe ich bis jetzt immer hilfsbereite Funkfreunde gefunden. Mir macht immer noch jede Verbindung Spaß, egal ob mit einem entfernten Land oder nur um die Ecke. Dies war nur ein kleiner Ausschnitt von den Möglichkeiten des Amateurfunks.

Weitere Informationen geben gerne die ÖVSV Landesverbände und können auch Funkamateure in Ihrer Nähe nennen, die zu einer Vorführung bereit sind.

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Ein Kommentar

  • Hello Michael,
    wie geht es dir?
    Wenn es OK ist schreib mal – 73
    Bevan DL8GAE aus Waldkirch