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Mensch zuerst vor neuen Herausforderungen

Mensch zuerst, die Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten, hat sich für 2007 viele Ziele gesteckt. Da Ende des Jahres aber auch eine Fördermaßnahme ausläuft, muss sich die Organisation neuen Herausforderungen stellen.

„Unsere Terminkalender sind für dieses Jahr schon ziemlich voll“, erklärte Stefan Göthling im Gespräch mit den kobinet-nachrichten, „doch das soll uns nicht daran hindern, uns auch dieses Jahr aktiv in die Politik einzumischen. An erster Stelle steht dabei natürlich, dass wir unsere Pflichten in unserem Projekt ‚Schritt für Schritt‘ erfüllen. Für das vom Bundesgesundheitsministerum und durch das Equal-Projekt der Europäischen Union geförderte Projekt führen wir viele Schulungen und Veranstaltungen in Behinderteneinrichtungen durch.“

Wie es sich aber für Mensch zuerst gehöre, stünden dieses Jahr die Themen Gleichstellung und leichte Sprache aber auch ganz oben auf der Tagesordnung. „Wir möchten, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten im Europäischen Jahr der Chancengleichheit für Alle nicht untergehen und werden uns deshalb nach Kräften einmischen, wo wir das schaffen. Denn gerade für Menschen mit Lernschwierigkeiten gibt es da noch sehr viel zu tun“, so Stefan Göthling.

„Bei der leichten Sprache hoffe ich, dass wir endlich vom Reden auch mehr zu den Taten kommen. So wie es für Rollstuhlfahrer und blinde Menschen inzwischen Regeln für Barrierefreiheit gibt, brauchen wir auch endlich Regeln für eine leichte Sprache“, erklärte Petra Groß. Auch Josef Ströbl lässt an diesem Thema nicht locker, denn lange genug hätte er die „Kopfschlauen“ nun kritisiert und immer wieder sitze er bei Veranstaltungen, wo er „nur Bahnhof“ verstehe. „Dieses Jahr gilt es, da wollen wir sehen, dass es anders geht“, so Josef Ströbl.

Über all den Aktivitäten schwebt aber für Stefan Göthling und die anderen Aktiven bei Mensch zuerst eine große Sorge: „Ende des Jahres läuft unsere Förderung aus. Um auch weiterhin gut arbeiten zu können brauchen wir aber ein Büro, eine Bezahlung für unsere Unterstützungspersonen, Fahrtkosten und auch ein paar Euro um auch Menschen mit Lernschwierigkeiten zu beschäftigen. Wenn uns das wegbrechen sollte, wird es schwierig, denn unsere Mitglieder sind meist Leute, die wenig Geld haben und keine hohen Mitgliedsbeiträge zahlen können.“

Deshalb werde Mensch zuerst dieses Jahr viel dran setzen müssen, einmal auch an die eigene Zukunft zu denken. „In Sachen Zukunftsplanung haben wir zwar viel Erfahrung. Wir wissen dabei aber auch, dass man dafür viele gute Unterstützer braucht und auf die hoffen wir auch in unserem Falle“, fasst Stefan Göthling die Herausforderung zusammen, die vor den Leuten von Mensch zuerst liegt.

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