Menschenrechtskonforme Pflege

Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, werden die Details der Pflegereform präsentiert. Der Österreichische Behindertenrat bezieht Position.

Österreichischer Behindertenrat
Österreichischer Behindertenrat

Der heutige Internationale Tag der Pflege steht unter keinem guten Stern: Die für viele in der Pflege tätige Personen bereits vor Beginn der COVID-19-Pandemie inakzeptablen Arbeitsbedingungen wurden in den letzten beiden Jahren stetig schlechter.

Mittlerweile hat ein beachtlicher Teil des Pflegepersonals das Handtuch geworfen. Beifall schützt nämlich weder vor Burnout noch lässt sich mit diesem das Leben finanzieren.

Leidtragende dieser Pflegekrise sind vor allem Menschen, die auf die Unterstützung durch Pflegepersonal angewiesen sind. Denn ein Mangel an Personal bedeutet für sie automatisch einen Mangel an Angeboten (z.B. Mobilisierungstraining) und Unterstützung. Durch den Personalmangel kommt es daher zu einer Rückkehr des alten Dogmas „warm, satt, sauber“.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Zukauf von privaten Pflegedienstleistungen für viele Menschen mit Behinderungen keine Option ist, da sie im Durchschnitt über ein deutlich geringeres Einkommen als Menschen ohne Behinderungen verfügen und sich somit den privaten Zukauf von Leistungen einfach nicht leisten können. Auch das Pflegegeld deckt diese Kosten bei weitem nicht ab.

Rahmenbedingungen verbessern

Der Österreichische Behindertenrat fordert Taten statt Lippenbekenntnissen: Mehr Personal, mehr Geld und mehr Freizeit für das Pflegepersonal.

Es kann nicht sein, dass in Heimen wieder vermehrt auf Sedierung zurückgegriffen wird, weil zu wenig Personal für eine adäquate Betreuung vorhanden ist, erklärt Klaus Widl, Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats im Vorfeld der für den 12. Mai angekündigten Präsentation des neuen Pflegepakets.

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