41. Woche 2026 – Austellung „Rechte statt Almosen!“
Die Ausstellung „Rechte statt Almosen“ zeigt 100 Jahre Behindertenbewegung in Österreich zeigt und die Bemühungen für Rechte und gesellschaftliche Teilhabe …
Eine kurze Begutachtung kann weitreichende Folgen für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien haben. Die Initiative „Meine Würde“ fordert deshalb ein Begutachtungssystem, das die Betroffenen ernst nimmt und vorhandene Fachgutachten berücksichtigt. Die Petition kann online unterstützt werden.
Mehrere Organisationen haben sich für die österreichweite Petition „Meine Würde. Nicht euer Misstrauen.“ zusammengeschlossen.
Sie fordern Verbesserungen bei ärztlichen Begutachtungen von Menschen mit Behinderungen sowie chronischen und psychischen Erkrankungen. Die Petition richtet sich an Sozialministerin Korinna Schumann.
Am 29. September 2026 fand in Wien die Auftaktaktion statt. Betroffene, Angehörige und Vertreter:innen machten dabei auf Probleme im Begutachtungssystem aufmerksam.
Ärztliche Begutachtungen können darüber entscheiden, ob und in welcher Höhe Menschen Unterstützungsleistungen wie Pflegegeld erhalten. Betroffene berichten von belastenden Erfahrungen. Sie fühlten sich teilweise nicht ernst genommen oder müssten ihren Unterstützungsbedarf wiederholt nachweisen.
Besonders belastend können solche Verfahren auch für Familien von Kindern mit Behinderungen sein. Die Petition fordert deshalb, vorhandene Befunde und die Einschätzungen von Fachpersonen, die ein Kind bereits begleiten, stärker zu berücksichtigen.

Die Petition fordert respektvolle Begutachtungen und Ärzt:innen mit der jeweils notwendigen Fachkompetenz. Vorhandene Gutachten sollen berücksichtigt und unnötige Wiederholungsbegutachtungen bei dauerhaften Behinderungen vermieden werden.
Außerdem sollen Entscheidungen verständlich begründet werden und Betroffene Zugang zu ihren Gutachten erhalten. Eine weitere Forderung betrifft die Unabhängigkeit: Begutachtung und Entscheidung über beziehungsweise Finanzierung von Leistungen sollen stärker voneinander getrennt werden.
Die Petition „Menschenwürde statt Misstrauen – für ein faires Begutachtungssystem“ wurde von der Lebenshilfe Österreich auf der Plattform mein #aufstehn gestartet und kann nun online unterzeichnet werden.

Auch Sozialministerin Korinna Schumann, an die sich die Forderungen der Petition richten, schaute bei der Auftaktaktion vorbei.
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Die Ausstellung „Rechte statt Almosen“ zeigt 100 Jahre Behindertenbewegung in Österreich zeigt und die Bemühungen für Rechte und gesellschaftliche Teilhabe …