USA-Flagge und Freiheitsstatue

Miedl: Für Ausbildung von Blindenhunden in Haftanstalten

Idee aus dem US-Bundesstaat Ohio zeigt, dass dadurch Aggressionspotential von Gefangenen massiv gemindert wird

Für eine Ausbildung von Blindenhunden in österreichischen Haftanstalten nach dem Vorbild des US-Bundesstaates Ohio sprach sich heute, Sonntag, ÖVP- Nationalratsabgeordneter und Mitglied des Justizausschusses Werner Miedl aus.

„Die Praxis aus Amerika lehrt uns, dass dadurch das Aggressionspotential der Inhaftierten massiv gemindert wird und sich ihr Verhalten positiv ändert“, so Miedl, der diesen Vorschlag bereits auch Justizministerin Karin Miklautsch unterbreitet hat.

Neben den positiven Auswirkungen auf das Verhalten der Häftlinge und Tiere, wies Miedl noch auf einen weiteren Vorteil hin. „Auf diesem Weg wird es behinderten Mitmenschen auch erleichtert, kostengünstiger und schneller zu bestens ausgebildeten Tieren zu kommen.“

Die Erfahrungen aus den USA hätten gezeigt, dass neben den bekannten Rassehunden auch Hunde aus dem Tierheim für dieses spezielle Training geeignet seien.

Was die Ausbildung in den Haftanstalten betrifft, so hielt Miedl fest, dass es anfänglich notwendig sein werde, professionelle Hundetrainer und Know How von außen zuzukaufen. „Jene Häftlinge, die sich für die Ausbildung eines Hundes interessieren, könne sich durch besonders diszipliniertes Verhalten dafür bewerben und qualifizieren“, erklärte Miedl. Die Ausbildung selbst dauert dann etwas länger als ein Jahr.

In Österreich stößt dieser Vorschlag auf breite Zustimmung bei den Zuständigen in den Gefängnissen und im zuständigen Ministerium. Zu den Unterstützern zählt auch Franz Hofstrasser, Anstaltsleiter der Haftanstalt Graz-Karlau, der diesen Weg für gangbar hält und von den positiven Auswirkungen auf Gefangene und Tiere überzeugt ist.

„Auch die erste Reaktion, von Justizministerin Karin Miklautsch war überaus positiv“, so Werner Miedl, der abschließend festhielt, dass diese bereits Sektionschef Neider beauftragt habe, die Realisierung dieses Projekts in Österreich einzuleiten.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • Sehr geehrte Damen und Herren, ich finde es toll, das Sie Ideen übernehmen. Wie werden die Straftäter angelernt um die Hunde auszubilden. Nach welchen Methoden werden die Hunde erzogen. Ich interessiere mich für die Hundeausbildung, da mein Mann am Usher-Syndrom erkrankt ist. Er wird irgendwann einen Tunnelblick haben. Da wir uns im Mai einen kleinen Welpen geholt hatten…Ohne Hintergedanken auf das was kommen wird, ist mir jetzt der Gedanke gekommen, das wir „Susi“ vielleicht doch das ein oder andere beibringen könnten. Sie ist ein Jack-Russel-Bordercollie-verschnitt und sehr schlau. Wenn Sie mir nichts über Trainingsmethoden sagen können oder dürfen, wo kann ich diese Information her bekommen, ohne das ich „Susi“ gleich für teures Geld ausbilden lassen muß? Es wäre nett, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Vielen Dank schon mal in voraus.

  • Warum sollen sich Häftlinge gleich auf dem schwierigsten und verantwortungsvollsten Bereich der Hundeausbildung versuchen? Eine Sozialisierung von Tieren aus Tierheimen, die dann leichter au Private abgegeben werden können, wäre ein wertvoller Dienst an Mensch und Tier.

  • Die von Werner Miedl medial stark propagierte Maßnahme zur Ausbildung von Blindenführhunden durch Häftlinge könnte die hohe Qualität österreichischer Führhunde gefährden! Es ist schön, dass über die Resozialisierung von Häftlingen in Österreich nachgedacht wird und ist als Thema sehr wichtig und wert, noch intensiver darüber nachzudenken.

    Die Sehbehinderten- und Blindenorganisation „Engel auf Pfoten“ verwehrt sich jedoch auf das Schärfste, eine Idee (nämlich „Pilot Dogs“) aus den USA vorschnell zu importieren und sie ungefiltert in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Solche „Schnellschüsse“ mögen zwar dem Image dienlich sein, sorgen aber in weiterer Folge für Unsicherheit und Fehlinformation sehbehinderter oder blinder Menschen und der Bevölkerung. Weitere Informationen und die Stellungnahme zur Presseaussendung von NRAbg. Miedl: http://www.engelaufpfoten.at