Mit Mut in die Zukunft: Workshop statt Festakt zu 45 Jahre Steirische Vereinigung

„Es muss sich viel ändern, wenn alles bleiben soll, wie es ist“, das war die Kernaussage des Impulsreferates von Martin Ladstätter von BIZEPS für den Workshop „Selbstbestimmt durch mein Leben“, am 26. September 2018 in Graz.

Mag. Ruth Jaroschka und Selbstvertreter Christian Grübl in gemeinsamer Moderation
Jaroschka

Mehr und kreativere Wohnmöglichkeiten – auch für Paare, Lohn statt Taschengeld in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung, weniger Aufwand mit den Behörden, mehr Inklusion in allen Bereichen.

Das sind Ergebnisse des Workshops „Selbstbestimmt durch mein Leben“, der anstelle eines Festaktes unter dem Motto „45 Jahre! und es geht weiter…“ von Menschen mit Behinderung gestaltet und begleitet wurde.

Es ist normal, verschieden zu sein. Eine bunte Mischung unterschiedlichster Menschen kam miteinander ins Gespräch
Jaroschka

Bunte Mischung an Diskussionstischen

Nach einer Filmpräsentation, in der Menschen mit schweren Behinderungen ihre Probleme, Sorgen und Wünsche zu selbstbestimmtem Leben schilderten, und dem Impulsreferat gab es unter den 60 teilnehmenden Personen regen Diskussions- und Erfahrungsaustausch.

Das Neue und Spannende an den Diskussionstischen war, dass unter der moderierenden Beglei­tung von Mitgliedern der Selbstvertretungsgruppe in der Mosaik GmbH in einer bunten Mischung behinderte Menschen, Eltern, betreuende Personen, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung miteinander ins Gespräch gekommen sind.

Die Ergebnisse des Workshops werden Richtschnur für die weitere inhalt­liche und politische Arbeit der Steirischen Vereinigung für Menschen mit Behinderung sein.

Alexander Sprinz und Christian Grübl von der Selbstvertretungsgruppe im Gespräch mit Ruth Jaroschka von der Steirischen Vereinigung für Menschen mit Behinderung
Jaroschka

Mut zu Veränderung

Martin Ladstätter von BIZEPS spricht vom Mut zu Veränderungen
Jaroschka

„Große Einrichtungen, Sonderschulen und Heime wurden vor Jahrzehnten nicht aus Bös­artigkeit gegründet, sondern um behinderten Menschen zu helfen“, sagte Martin Ladstätter in seinem Impulsreferat, heute müsse man sich aber überlegen, was sich ändern muss, dass es behinderten Menschen weiter gut geht.

Und da ginge es nicht darum, Produkte zu ver­kaufen, sondern Ziel müsse es sein, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und die Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

„Wenn ich will, dass etwas gut bleibt, muss ich mutig sein, etwas zu ändern“ so Martin Ladstätter, der in Wien vor rund 25 Jahren das erste Selbstbestimmt Leben Zentrum Österreichs mitgegründet hat und unter BIZEPS eine anerkannte Presseagentur zu Themen über Behinderung betreibt.

Unter der Leitung von SelbstvertreterInnen wurde an den Tischen sehr aufmerksam miteinander geredet
Jaroschka
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