Modern und barrierefrei: Neue WC-Anlage im Resselpark in Betrieb
Die neue Anlage umfasst insgesamt drei Kabinen und zwei Pissoirs, für die Betreuung ist eigenes Personal im Einsatz. Außerhalb der …
Ein Kommentar zur neu eröffneten WC-Anlage im Resselpark in Wien
Die Stadt Wien hat kürzlich im Resselpark bei der Karlskirche eine neue öffentliche WC-Anlage in Betrieb genommen. Dies ist im ersten Moment durchaus zu begrüßen, zumal die Toilette als „barrierefrei“ zugänglich konzipiert wurde.
Toilettenbesuch für Einheimische und Tourist:innen, ohne und mit Behinderungen, an einem zentral gelegenen und stark frequentierten Platz, was will man mehr?
Die Interessenvertretung der Menschen mit Behinderung, kurz IVMB, will mehr! Und das schon seit Anfang 2022.
Es geht darum, das auch Menschen mit hohem Pflegebedarf Toiletten im öffentlichen Raum brauchen, um ihren hygienischen Bedürfnissen nachzukommen und am öffentlichen Leben teilhaben zu können. Wenn sie es heute trotz mangelnder Infrastruktur dennoch versuchen, dann nur unter unwürdigen Einschränkungen!
Die IVMB verlangt nicht, dass jede barrierefreie Toilette derart ausgestattet sein muss. Die IVMB verlangt auch nicht die Umrüstung bestehender Toiletten.
Die IVMB verlangt aber, dass an einigen neuralgischen hochfrequentierten Punkten in der Stadt öffentliche Toiletten für ALLE aufgestellt werden!
Der Resselpark bei der Karlskirche wäre ein idealer Aufstellungsort gewesen, doch leider werden auch hier wieder einige Bürger:innen sowie Besucher:innen der Stadt Wien ausgeschlossen!
Will man auch Besucher:innen mit hohem Pflegebedarf in Wien willkommen heißen und an kommende Großveranstaltungen wie z.B. dem Eurovisions-Songcontest (wahrscheinlich in Wien) oder den Nationalen Special Olympics teilhaben lassen?
Dann sollte Wien (konkret das Büro von Stadtrat Jürgen Czernohorszky und die ihm unterstehende MA 48) nun endlich handeln und die vorliegenden Korrespondenzen der IVMB aufgreifen.
Das Projekt „Toiletten für alle“ der Stiftung Leben pur hat in Deutschland zahlreiche Toiletten errichtet (alleine in München 21 Standorte), siehe www.toiletten-fuer-alle.de. Und in Innsbruck gibt es seit 21. April 2025 einen sogenannten „Changing Place“, der 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche mit einem EuroKey benutzbar ist.
Die Bewohner:innen und Besucher:innen mit hohem Pflegebedarf der Millionenstadt Wien dürfen sich von der (zweit-)lebenswertesten Stadt der Welt und Gewinnerin des „Access City Awards“ zu Recht erwarten, bei der Abdeckung ihrer elementarsten Bedürfnisse inkludiert zu werden!
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