Mückstein zum Tag der Inklusion: Stärkung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

2000 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in der Krise gesichert – Förderungen werden aufgestockt.

Wolfgang Mückstein
Stefanie Freynschlag

„Inklusion ist für mich ein Gestaltungsauftrag und im Sozialministerium setzen wir dafür besonders in der Krise Impulse. Neben einer unkomplizierten Erhöhung des Entgeltzuschusses und des Überbrückungszuschusses wurde auch der Arbeitsplatzsicherungszuschuss für bestehende Fälle erhöht. Dieses Jahr werden wir diese Anstrengungen fortsetzen, um die Teilhabe in Österreich weiter auszubauen“, so Sozialminister Dr. Wolfgang Mückstein.

Durch die rasche Einführung dieser Maßnahmen – in Abstimmung mit Sozialministeriumservice, Selbstvertretungs- und Dienstleistungsorganisationen und anderen Stakeholdern – ist es gelungen, bisher über 2.000 Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderungen während der COVID-19-Pandemie zu sichern.

2021 werden die Individualförderungen in erhöhter Form ausbezahlt sowie Projektförderungen aufgestockt. Zudem können Unternehmen für Investitionen zur Herstellung der Barrierefreiheit im Betrieb Förderungen erhalten.

Mit dem neuen NEBA Betriebsservice wurde zusätzlich ein spezielles Beratungs- und Serviceangebot für Unternehmen entwickelt. Unternehmen sollen durch umfassende Beratung, Sensibilisierung und maßgeschneiderte Lösungen im Recruiting verstärkt als Partner gewonnen werden und dazu ermutigt werden, Menschen mit Behinderungen einzustellen.

Ein besonderes Leitprojekt des Sozialministeriums ist „Lohn statt Taschengeld“

Seitens des Sozialministeriums wurde eine Studie zum Thema Arbeitsunfähigkeit in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse noch Ende dieses Jahres vorliegen sollen. Derzeit werden gerade Berechnungen erstellt und Konzepte erarbeitet. Hier beabsichtigt das Sozialministerium, gemeinsam mit den Ländern und den sonstigen Stakeholdern ein Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Die Umsetzung des Prinzips Disability Mainstreaming, dass nämlich die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen immer in allen gesellschaftlichen Bereichen von Anfang an mitgedacht werden müssen, ist ein zentraler Grundsatz im Sozialministerium.

Etwa 1,4 Millionen Menschen leben in Österreich mit einer Behinderung. Viele von ihnen kämpfen täglich um Gleichberechtigung, um Barrierefreiheit und gesellschaftliche Anerkennung. Mit der COVID-19 Pandemie ist ihre Lage oftmals noch angespannter geworden.

Auf diese Situation weist der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, in Österreich als Tag der Inklusion bezeichnet, am 05. Mai hin.

Das Projekt Lohn statt Taschengeld und damit verbunden eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung für die betroffenen Menschen ist ein Beispiel dafür, wie wir gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken. Es ist mir dabei ein besonderes Anliegen Inklusion bei unseren Comeback Maßnahmen nach der Krise mitzudenken und voranzutreiben“, so Sozialminister Mückstein.

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