Multisensuelle Infopoints der Wiener Linien werden entfernt

Wer fährt mehrere Stationen zum nächsten Infopoint, um eine Information abzurufen, die er auch jederzeit am Handy abrufen kann?

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Wiener Linien

Es war offensichtlich, dass die multisensuellen Infopoints der Wiener Linien kein Erfolg waren – eine Auszeichnung gab es trotzdem.

Das System kam einfach um viele Jahre zu spät – die Marktdurchdringung von internetfähigen Handys machte ein stationäres System sinnlos. Überdies gab es nur drei Infopoints im gesamten Netz der Wiener Linien.

Wer fährt mehrere Stationen zum nächsten Infopoint, um eine Information abzurufen, die er auch jederzeit am Handy abrufen kann? Nun wurde Bilanz über dieses System gezogen und mangels Nutzung werden die Stelen entfernt.

Bilanz über die multisensuellen Infopoints der Wiener Linien

Lisa Schmid von der Unternehmenskommunikation der Wiener Linien informierte BIZEPS am 17. Jänner 2019 über folgende Entscheidung:

Infostelle der Wiener Linien mit Gebärdensprache
BIZEPS

Die Wiener Linien sind stets bemüht, ein hohes Maß an Barrierefreiheit für unsere Kundinnen und Kunden zu bieten.

Unter anderem wurden im Jahr 2012 anlässlich des ITS-Weltkongresses vier multisensuelle Infopoints (MUSIP) im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelt und in den Stationen Karlsplatz und Südtiroler Platz / Hauptbahnhof aufgestellt.

Ziel der MUSIP-Stelen war es, die Fahrgastinformation im öffentlichen Verkehr auch Fahrgastgruppen mit einem eingeschränkten Wahrnehmungsvermögen zugänglich zu machen.

Nun haben die Wiener Linien eine Bilanz über den Pilotbetrieb der Stelen gezogen: Für die MUSIP wurde eine sehr geringe tatsächliche Nutzung und schlechte Bedienbarkeit beobachtet. Des Weiteren ist die Technologie in die Jahre gekommen und durch die fortschreitende Marktdurchdringung von neuen Technologien, allen voran das Smartphone, überholt worden.

Andere Lösungen der Wiener Linien, wie etwa WienMobil oder POPTIS, sind dadurch mobil jederzeit und überall verwendbar. Um die MUSIP-Stelen wieder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, neue normative Vorgaben zu erfüllen, und eine zielgerichtete Nutzbarkeit zu gewähren, wäre eine komplette Neuentwicklung des Systems erforderlich.

Die beobachtete Verwendung der Stele und die vorhandenen Alternativen rechtfertigen ein solches Vorhaben derzeit jedoch nicht. Aus diesem Grund, werden die Stelen, die als kosten- und wartungsintensive Insellösungen zu betreiben sind, Anfang 2020 abgebaut.

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Ein Kommentar

  • Ein reiner Werbetext der Wiener Linien, null objektive Berichterstattung! Vielleicht ist ein Smartphone nicht für alle Menschen mit eingeschränkter Wahrnehmung leicht bedienbar?? Auch Rollstuhlrampen sind alte Technologie, sind sie deshalb nicht brauchbar?