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ORF TELETEXT bietet als ESC-Service-Special ab Seite 450 News zum Song Contest
Am Freitag, dem 16. Jänner 2026, fand am ORF-Mediencampus ein Casting für Sign-Performer:innen aus der internationalen Gehörlosen-Community statt. 13 Teilnehmer:innen bewiesen dabei ihre künstlerische Kompetenz und dürfen nun auf einen Einsatz beim 70. Eurovision Song Contest in Wien hoffen.
Ihre Aufgabe wird dann sein, die Songs der teilnehmenden ESC-Acts in International Sign zu performen. Bereits seit 2015 ist die Sign-Perfomance ein Teil des barrierefreien Angebots beim Eurovision Song Contest. Als erster öffentlich-rechtlicher Sender, der bei einem Song Contest die dargebotenen Titel mit Sign-Performance produziert hat, war der ORF maßgeblich bei der Etablierung dieses Services beteiligt.
ESC-Executive-Producer Michael Krön:
Wir wollen den Song Contest in Wien allen Menschen zugänglich machen. Das entspricht nicht nur dem öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF, sondern ist auch ein Bekenntnis dazu, wofür der Eurovision Song Contest seit Jahrzehnten steht: für Vielfalt, Inklusion und europäischen Zusammenhalt.
Die Song-Performance in International Sign ist ein großartiges, kreatives Ausdrucksmittel der Songbeiträge des ESC und eine Bereicherung für unser umfassendes barrierefreies Angebot.
Ich gratuliere allen 13 Teilnehmenden des Castings im ORF für ihre außergewöhnlichen Performances und freue mich auf die Beiträge im Mai.
Mehrere Stunden lang wurden am ORF-Mediencampus die talentierten Performances der 13 Kandidatinnen und Kandidaten von einer ausgewählten Jury gesichtet und beurteilt.

Geachtet wurde dabei vor allem auf die Erfahrung der Teilnehmenden in Gebärdensprache und International Sign, ihre dargebotene Performance, ihre künstlerische Kompetenz, ihre Motivation und Offenheit sowie ihre Freude, vor der Kamera zu stehen und ihre Leidenschaft für den ESC mit einem internationalen Publikum zu teilen.
Bei dem Casting mussten sich die 13 Bewerber:innen in 15-minütigen Slots vorstellen und eine dreiminütige Performance darbieten. Nun werden aus dem Pool der Teilnehmenden mehrere Performer:innen ausgewählt, die Teil des Sign-Performance-Teams beim Song Contest in Wien werden. Kick-off für ihre Tätigkeit ist der 31. Jänner.
Anschließend daran werden die ausgewählten Bewerber:innen in mehreren vorbereitenden Workshops mit Expertinnen und Experten die künstlerische Darstellung von visuell-musikalischen Inhalten erarbeiten und ihren körperlichen Ausdruck professionalisieren.
Die fertig erarbeiteten Song-Performances werden im ORF vorproduziert und in allen drei Live-Shows des Eurovision Song Contest auf ORF ON und in ORF 2 Europe zu sehen sein.
Teil der Jury des ORF-Castings waren Ilona Seifert (WITAF), Sabine Klein (equalizent), Helene Jarmer (ÖGLB) sowie Judith Weissenböck und Sabine Weber (beide ORF). Moderiert wurde das Casting von Performance-Coaches Delil Yilmaz und Magdalena Schramek.
Das Casting zu den Sign-Performer:innen basiert auf einer Initiative der ORF-Abteilung Barrierefreiheit und Inklusion. Judith Weissenböck, Leiterin des Projekts Sign-Performance, und Robert Ziegler, Abteilungsleiter Barrierefreiheit und Inklusion, sagen dazu:
Die ersten Einblicke in das Können der Bewerber:innen zeigen, welche Qualität sich in dieser relativ jungen Kunstform bereits entwickelt hat.
Wir freuen uns sehr, diesen Künstlerinnen und Künstlern die größtmögliche Bühne bieten zu können – ein wesentlicher Beitrag für einen inklusiven Song Contest.

International Sign ist eine international anerkannte und verbreitete Gebärdensprache, die – wie alle Gebärdensprachen – insbesondere von gehörlosen und schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird.
Sign-Performance ist eine künstlerische Ausdrucksform, bei der die Gebärdensprache als zentrales Mittel eingesetzt wird, um poetische, theatrale oder musikalische Inhalte darzustellen.
Dabei geht es nicht nur um die Übersetzung von gesprochenem/gesungenem Text in Gebärdensprache, sondern um eine eigenständige künstlerische Inszenierung, die Elemente enthält, wie Körperbewegung und Mimik, Rhythmus, Tanzelemente, etc. Sign-Performance ist nicht dasselbe wie Dolmetschen, sondern eine eigene Kunstform. Sie stellt die Gebärdensprache in den Mittelpunkt und nutzt sie auf kreative Weise.
Bereits seit 2015 wird beim Eurovision Song Contest die Sign-Performance in International Sign als barrierefreies Service angeboten. Der ORF war als erster öffentlich-rechtlicher Sender, der bei einem Song Contest die dargebotenen Titel mit Sign-Performance produziert hat, maßgeblich bei der Etablierung dieses Services beteiligt.
Nähere Informationen zum Casting der Sign-Performer:innen sind hier zu finden: https://tv.ORF.at/esc26/casting_sign-performing100.html
Auch der ORF TELETEXT bietet für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien einen besonderen Service an. Auf mehreren Seiten (ab Seite 450) werden nicht nur die wichtigsten und neuesten News für den Song Contest bereitgestellt, sondern auch vertiefende Beiträge zum größten TV-Unterhaltungsevent der Welt angeboten.

Siehe: DerStandard, ORF, Gebärdenwelt
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Verena Krausneker ,
21.01.2026, 14:50Was für eine gute Entwicklung! Und was für eine fürchterliche Überschrift. Entschuldigt meine Pingeligkeit, aber „Gebärde“… was soll das sein? (Das entspräche dem Terminus „Wort“, wenn über irgendeine Lautsprache berichtet wird.)
Markus Ladstätter BIZEPS
21.01.2026, 14:55Hallo Verena!
Danke für den Hinweis, da ist uns wohl ein denglischer Begriff dazwischen gerutscht von International Sign. Wir haben die Überschrift angepasst.